Neue Castingshow startet am Montag auf Sky

"EES & Yes-Ja!-Band" aus Bonn und Köln bei X-Factor

Die Band "EES& Yes-Ja!-Band" ist von der südafrikanischen Anti-Apartheits-Bewegung inspiriert. Am Montag ist sie im Pay-TV bei der Sendung "X-Factor" zu sehen und zu hören.

Die Band "EES& Yes-Ja!-Band" ist von der südafrikanischen Anti-Apartheits-Bewegung inspiriert. Am Montag ist sie im Pay-TV bei der Sendung "X-Factor" zu sehen und zu hören.

Bonn/Köln. Wenn am kommenden Montagabend eine neue Staffel der Castingshow „X-Factor“ startet, ist auch eine Bonner Band dabei. „EES & Yes-Ja!-Band“ heißt die Kombo, die sich der Jury stellen will.

Die Gruppe bezeichnet sich selbst als „South-African Kwaito Musik-Band“. Dabei handelt es sich laut Sänger Eric Sell um eine Stil-Richtung, die in Südafrika aus der Antiapartheitbewegung hervorgegangen sei. Das Genre habe den amerikanischen Hip-Hop, europäische House-Musik und Reggae mit afrikanischem Rhythmus vereinigt, erklärt er. „Es ist die Art Musik, bei der niemand sitzen bleiben kann“, sagt der 35-jährige Deutschnamibier.

Er gründete die Gruppe 2008. Die erste Herausforderung für seine deutschen Bandkollegen: den 
afrikanischen Rhythmus erlernen. Die Herausforderung scheint gemeistert, bekommt die Band doch aus Afrika oft positive Rückmeldungen. „In Afrika wundern sich die Leute, dass ein paar weiße Deutsche den afrikanischen Rhythmus so im Blut haben“, freut er sich. Sein Traum: einmal mit den Bandkollegen zusammen nach Afrika zu fliegen. Bisher habe das noch nicht geklappt.

Eric Sell, Künstlername „EES“, vereinigt afrikanischen Rhythmus und die afrikanische Sprache mit deutscher Kultur. Seine Familie war im 19. Jahrhundert nach Namibia, damals deutsche Kolonie, ausgewandert. Vor mehr als zehn Jahren kam er zurück nach Deutschland. Das Ziel damals war, Deutsche an der Lebensfreude der afrikanischen Musik teilhaben zu lassen. Auf der Suche nach Bandkollegen kam die „Yes-Ja!-Band“ zustande. Zu sechst sind sie unterwegs, mit Schlagzeug, Gitarre, Saxofon und Trompete. Ihre Texte schreibt Sänger Eric Sell selbst. Auch wenn das Genre „Kwaito“ aus der Anti-Apartheid-Bewegung kommt, sind nur wenige Texte politisch. Die Texte seien motivierend und nach vorne gerichtet, erklärt Sell. Der Name „Yes-Ja!-Band“ kommt aus dem namibischen Slang. Da Englisch und Deutsch-Afrikaans dort weit verbreitete Sprachen sind, wird zur Betonung einer Bejahung einfach das Wort aus beiden Sprachen hintereinander gesagt.

Jetzt will die Band durch die Castingshow bekannter werden. Doch ebenso wichtig findet Sell, dass das Genre „Kwaito“ mehr Aufmerksamkeit erhält: „Wir wollen die Musikrichtung bekannter machen und etwas für die deutsche Musiklandschaft Neues und Frisches zeigen.“

Ab Montag um 20.15 Uhr müssen sie sich dafür vor der Jury, bestehend aus Jennifer Weist, Thomas Anders, Sido und Iggy Uriarte, beweisen. Sell rechnet seiner Band gute Chancen aus. Die Sendung läuft im Bezahl-Fernsehsender Sky.