Temperatursensor für Frauen

Bonner Start-up "Trackle" in der "Höhle der Löwen"

Katrin Reuter und Maxim Loick stellen am Dienstagabend "trackle" vor.

Katrin Reuter und Maxim Loick stellen am Dienstagabend "trackle" vor.

Bonn. Am Dienstag tritt das Bonner Start-up "Trackle" in der "Höhle der Löwen" an. Wir haben mit Gründerin Katrin Reuter über die Show und ihr Produkt gesprochen, das Frauen helfen soll zu erkennen, wann sie schwanger werden können.

Zum Staffelfinale der Vox-Sendung "Höhle der Löwen" ist am Dienstagabend ein Bonner Start-up dabei. Katrin Reuter und Maxim Loick stellen "Trackle" vor. Was das ist? "Es ist ein Sensor, der Frauen dabei hilft zu erkennen, wann sie schwanger werden können", sagen die Gründer. Das Prinzip dahinter: Beim Eisprung steigt die Körperkerntemperatur um etwa 0,5 Grad. Und nur rund um den Eisprung kann die Frau schwanger werden. Wenn man den Anstieg der Körpertemperatur erkennt, weiß man, wann man schwanger werden kann, erklärt Reuter.

Und so haben die beiden zusammen mit Stephan Noller einen Sensor entwickelt, der nachts vaginal getragen wird und dabei durchgehend die Temperatur misst. Der Sensor übermittelt die gemessenen Temperaturdaten dann auf das Handy, wo dann angezeigt wird: "Heute kann ich schwanger werden" oder "heute kann ich nicht schwanger werden". "Trackle" ist somit auch eine Verhütungsmethode, dessen Sicherheit laut Homepage vergleichbar mit der der Pille sei.

"Reiner Eigenbedarf"

Die Idee hinter dem Produkt war "reiner Eigenbedarf", erklärt Reuter, die zusammen mit ihrem Mann Maxim Loick mittlerweile zwei Kinder hat. Vor dem ersten Kind wollte sie "unbedingt schwanger werden". Sie habe daher auf Verfahren zurückgegriffen, die es schon gab: Die Körpertemperatur messen, täglich eintragen und so herausfinden, wann der Eisprung ist. Das sei jedoch "irre umständlich", sagt sie. "Ich wollte daher etwas kaufen, dass die Daten übermittelt."

Doch das gab es nicht. Und so haben sie es selbst erfunden. Im Winter 2014 hatten sie die erste Idee zu "Trackle", im Dezember 2015 gründeten sie ihre GmbH, erzählt die 41-Jährige, die wie ihr Mann im Softwarebusiness tätig ist. Ab Dienstag, dem Tag, wenn sie "Trackle" im Fernsehen vorstellen, soll das Produkt über die Homepage vorbestellt werden können. Die Auslieferung werde jedoch wohl nicht vor Februar erfolgen, so die Bonnerin. Sie hätten das Innenleben des tampongroßen Sensors noch einmal überarbeitet und warten nun noch auf die Zulassungsbehörden, damit sie das "verifizierte Medizinprodukt" ausliefern können.

TV-Auftritt soll Bekanntheit steigern

Wie sie zur Höhle der Löwen kamen? "Wir wurden darauf angesprochen und fanden das eine gute Idee." Es gab dann einen "umfassenden Auswahlprozess", sagt sie. Es sei ungewöhnlich, dass ein Medizinprodukt direkt an den Verbraucher geht, stellt Reuter die Besonderheit ihres Produkts heraus.

Statt großer Erwartungen beschäftigt sie etwas anderes zur Gründershow. "Viel spannender ist es, wie wir rüberkommen", sagt sie mit Blick auf die TV-Ausstrahlung. Ihr Ziel durch den Auftritt sei es, "Trackle" bekannt zu machen und die Methode vorzustellen, so die Gründerin. Wie ihr das gelingt, verfolgt das Team am Dienstagabend zusammen bei einem Public Viewing. Dieses ist öffentlich und findet ab 19.30 Uhr bei Digital Hub Bonn, Rheinwerkallee 6, 53227 Bonn, statt.

"Trackle" ist bereits das zweite Unternehmen, das in dieser Staffel in der "Höhle der Löwen" zu Gast war. Bei einer Ausstrahlung im September stellte der Bonner Abschleppunternehmer Frank Heck die "MySchleppApp" vor. Mit der App können Nutzer einen Abschleppdienst anfordern, ohne Mitglied in einem Automobil-Club zu sein. Als Frank Thelen sein Angebot vorlegte, erhöhte Investor Carsten Maschmeyer sein Angebot, woraufhin Thelen gleichzog. Letztlich entschied sich Heck für Maschmeyer.

Ob auch "Trackle" mit einem Deal nach Hause gegangen ist, können Sie hier nachlesen.

Mehr zum Thema "Höhle der Löwen" gibt es in unserem Special.