Kunst-Melange

Neues Projekt im Palastweiher in Königswinter

Aufmerksame Betrachter bei der Kunst-Melange.

KÖNIGSWINTER. Unter dem Motto "kunstmelange - kunst tut gut(es)" hatten am Wochenende neun professionell arbeitende Künstler ihren Kunstsalon im Kunstforum "Palastweiher" zugunsten des Netzwerkes "Blühende Landschaft Königswinter" aufgebaut.

Nach dem Vorbild der österreichischen Kaffeespezialität, die aus einer Mischung von Mokka und Sahne gekrönt von einer Haube aus Milchschaum besteht, waren alle Aussteller im Eingangssaal mit großen Arbeiten vertreten. Im Salon, in dem die Besucher in Kaffeehaus-Atmosphäre auch Kaffee und Kuchen genießen konnten, stellten sie kleinere Arbeiten aus.

"Unser erklärtes Ziel ist es, doppelt Gutes zu tun. Einerseits hoffen wir, durch die günstigeren Preise für kleinere Kunstwerke etliche Arbeiten verkaufen zu können, so dass andererseits möglichst viel für unsere Spendenaktion zusammenkommt", meinte die Bonner Malerin Christine Theile. Unter sie und die vier anderen Aussteller, Ingrid Klein, Antje Pilars de Pilar, Lilian Szokody und Rolf Wernicke, die ebenfalls in ihrem Atelier im Palastweiher arbeiten, mischten sich noch die Bildhauerin Eva Ademi, Martine Metzing-Peyre, die Fotografin Jennifer Zumbusch und Walter Kreutzberg.

"Eva scheint ganz in ihren Figuren zu sein, wie die Bronze-Fledermaus im Eingangssaal zeigt", so Theile. Metzing-Peyre war mit spannungsgeladenen Tuschezeichnungen vertreten, während die Bonnerin Zumbusch Fotografien etwa von menschenleeren Räumen beisteuerte, die an Perspektiven-Studien erinnerten. Der in Alfter lebende Grafiker und Designer Kreutzberg wiederum hatte seine abstrakten Bilder nach Königswinter mitgebracht, die von kräftigen, mit einer Rolle auf den Malgrund aufgetragenen Farben bestimmt werden.

Der Königswinterer Wernicke hat seine kleinformatigen Zeichnungen wie den "Frierenden König" oder den "Sommerfrischler im Biergarten" koloriert. Klein zeigte im Ausstellungsraum Menschen, die, auf Holzblöcke gemalt, den Betrachter anlachen oder ihn von drei in einen Längsbalken gefrästen Bildflächen traurig-nachdenklich, prüfend oder sogar misstrauisch entgegensehen.

"Wir hoffen natürlich, dass sich unsere Besucher von der entspannten Atmosphäre in der Art eines Kunstsalons animieren lassen, viele Kunstwerke zu erwerben", so Theile. 30 Prozent des Reinerlöses gehen an das Netzwerk "Blühende Landschaft Königswinter", das sich für den Erhalt des Lebensraumes von Wildpflanzen, Bienen und Schmetterlingen einsetzt.