Die Geschichte der Sammlung

„Wir haben zuerst Grafiken und Gemälde etwa von Arnulf Rainer und Emil Schumacher gesammelt“, erinnert sich Kurt Bartenbach. Doch in den 1980er Jahren hatte der Anwalt beruflich einen Termin beim Fotogaleristenpaar Ann und Jürgen Wilde, bei dem es um Rechtefragen ging. „Durch die Wildes haben wir gelernt, Fotografien zu ,lesen'“.

Die erste Sammlerliebe galt den Bildern des Ehepaars Gabriele und Helmut Nothhelfer, „die eine Art Schlüssel waren: Wir sahen in diesen Werken so etwas wie erzähltes Leben“. Bild für Bild haben Ursula und Kurt Bartenbach dann die Sammlung ergänzt, bis sie große Serien führender Lichtbildner besaßen. „Damals war das noch bezahlbar“, sagt Kurt Bartenbach.

Yilmaz Dziewior erzählt, dass er das Sammlerpaar am Vorabend seines eigenen 50. Geburtstags kennengelernt hat. Der Anwalt bestreitet, dass er da schon Schenkungsabsichten geäußert habe, „Yilmaz hat mir nur meine Lieblingskrawatte abspenstig gemacht“. Doch der Direktor habe „immer wieder kräftig nachgebaggert“, bis der Familienrat einschließlich der erbberechtigten Töchter für die Schenkung stimmte. Schweren Herzens, denn zwischen diesen Bildern lebte man ja. (Wi.)