"Die Höhle der Löwen"

Sechs Pitches, vier Deals, ein Gastlöwe

"Go Simply": v.l. Carsten Maschmeyer, Dr. Georg Kofler, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel

"Go Simply": v.l. Carsten Maschmeyer, Dr. Georg Kofler, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel

Köln. In der vierten Folge der neuen Staffel "Höhle der Löwen" gab es neben der Premiere des Gastlöwen Georg Kofler neue Gründer, die ihre Unternehmen vorstellten. Unter anderem zog der Bonner Frank Thelen erneut ein Deal an Land.

Vier Löwen und eine Löwin nehmen Platz auf ihren Stühle in der "Höhle der Löwen". Aufgrund einer Erkrankung von Judith Williams, hat Georg Kofler vorübergehend ihren Platz eingenommen.

KletterLetter

Der erste Pitch der Sendung beginnt ungewöhnlich: Kleine Raubkatzen trauen sich zu den großen Raubkatzen in die Arena. Mimi und Daria treten zusammen mit ihren Herrchen vor die Investoren. Gründer Lutz Spendig und Julia Posniak haben Designer-Kratzbäume entworfen, damit ein handelsüblicher Kratzbaum nicht die Inneneinrichtung des stilvollen Katzenbesitzers stört. Ihr Wunsch: 50.000 Euro Investment für 20% der Firmenanteile.

Gleich zu Beginn merkt Frank Thelen an: "Ich bin der katzenentfernteste Löwe". Sein Witz, "Wieso essen Katzen gerne Fisch, die können doch gar nicht angeln", unterstreicht die Aussage, dass Katzen nicht zwingend Thelens Fachgebiet sind. Der Gastlöwe lässt sich von Mimi und Daria zumindest nicht für den Deal erweichen: "Das ist für mich mehr Abteilung Hobby" merkt er an, nachdem Spendig und Posniak die Zahlen der Firma präsentiert haben.

"Kletterletter": Lutz Spending

"Kletterletter": Lutz Spending

 

Auch die anderen Löwen wollen nicht in "KletterLetter" investieren, es scheint fast, als müssten die Katzenbesitzer ohne Deal nach Hause gehen, doch der letzte Löwe, Ralf Dümmel macht ihnen ein Angebot. 50.000 Euro für 33,3% der Firmenanteile - Spening und Posniak schlagen zu. Für die beiden ist Dümmel der geeignete Partner, denn neben seinem Erfolg als Investor, war der Löwe auch Mal im Möbelhandel tätig. Am Ende trägt die große Raubkatze die kleinen aus der Arena.

Soundbrenner

Von kleinen Miezekatzen geht es weiter zu Musiktechnik. Florian Simmendinger und Julian Vogels haben ein Gerät mit dazugehöriger App entwickelt, das Musikern helfen soll den Rhythmus zu halten. Ein Hightech Metronom sozusagen. Hintergrund der Idee war das alte Metronom abzulösen, damit der Klang des "Folterinstrumentes" Musiker nicht mehr beim Spielen stört. Das uhren-ähnliche Gerät lässt einem den Rhythmus durch Vibration fühlen.

"Soundbrenner": Julian Vogels (l.), Florian Simmendinger

"Soundbrenner": Julian Vogels (l.), Florian Simmendinger

 

Den Soundbrenner haben die Freunde 2014 entworfen, mittlerweile hat die Firma ihren Hauptsitz in Hongkong, eine Tochterfirma in Berlin und 17 Investoren an Board. Um das Produkt weiter auf den Markt zu bringen, wollen die Gründer 1,5 Millionen Euro für 10% der Firmenanteile. Drei der Löwen testen das Produkt, doch bleiben skeptisch. Maschmeyer ist der Firmensitz in Hongkong aufgrund von schlechten Erfahrungen zu riskant und den Gastlöwen erinnert die Vibration an Stromschläge. Keiner macht ein Angebot und zum Schluss müssen die Jungs die Arena ohne Deal verlassen.

Kajnok

Ob Unternehmerin Sonja Zuber mehr Erfolg haben wird als Florian und Julian? Mit ihrer "Nudel zum abnehmen" möchte sie einen der Löwen als Investor gewinnen, am liebsten wäre ihr Frank Thelen. Die 37-Jährige ist vor der Vorstellung ihres Pitches sehr nervös und bekommt kein Wort raus, die Löwen schüchtern sie etwas ein. Kurz entschlossen steht Frank Thelen auf und umarmt sie, schließlich sind die Löwen auch nur Menschen.

"Kajnok": Sonja Zuber

"Kajnok": Sonja Zuber

 

Das Produkt "Kajnok" ist eine Nudelalternative auf Basis der "Konjakpflanze". Sie hat null Gramm Fett, null Gramm Zucker, ist glutenfrei, vegan und hat nur 8 Kalorien auf 100 Gramm. Um das Unternehmen auszubauen, braucht die Gründerin 200.000 Euro für 10% der Firmenanteile. Die Nudelalternative ist an die asiatische angelehnt und stellt eine super Alternative dar, findet Kofler. Besonders die Eckdaten, Verkaufspreis und Haltbarkeitsdatum überzeugen ihn. Um zu zeigen, wie sehr er an das Produkt glaubt, erhöht er sein Investment auf 400.000 Euro für 26% Firmenanteile. Gegen das Angebot kommen die anderen Löwen mit ihren Angeboten nicht an.

Frank Thelen und Carsten Maschmeyer mussten aufgrund ihres Lizza-Deals aussteigen, um kein Konkurrenzprodukt zu unterstützen.

GO Simply

"Luxus für das Auto für Jeden", ist das Motto von GO Simply. Mit 150.000 Euro für 10% Firmenanteile können sich die Löwen an der Autotuningfirma beteiligen. Die Gründer haben eine automatische Heckklappenöffnung entwickelt, die in jedes Auto eingebaut werden kann. Einzige Voraussetzung: Eine Drei-Funk-Fernbedinung. Das Produkt lässt sich im Internet bestellen und selber in vier Schritten in das Auto einbauen.

"Go Simply": v.l. Jan-Lucca Sielski, Alexander Wirtgen, Simon Gabriel, Investor Ralf Dümmel

"Go Simply": v.l. Jan-Lucca Sielski, Alexander Wirtgen, Simon Gabriel, Investor Ralf Dümmel

 

An der Stelle steigt Georg Kofler bereits aus. "Wenn ich eine handwerkliche Anleitung lese, bekomme ich grüne Pickel." Frank Thelen und Carsten Maschmeyer steigen ebenfalls aus. Zwei der Gründer sind noch in einer anderen Firma tätig, darin sieht besonders Thelen ein Problem. Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel machen den Unternehmern dennoch ein Angebot. Die 150.000 Euro würden sie für jeweils 15% und 20% investieren. Ralf Dümmel hat den Deal bekommen.

Original Unverpackt

Die nächste Unternehmerin hat einen Traum von Frank Thelen umgesetzt. Mit ihrem Geschäft "Original Unverpackt" will die 26-jährige Milena Glimbovski den Menschen den "Zero-Waste-Lifestyle" vereinfachen. Sie selber führt ein müllfreies Leben und verkauft in ihrem Laden nur verpackungsfreie Ware. Die Kunden können stattdessen ihre eigenen Behälter auffüllen. Um den Onlineshop weiter auszubauen, braucht sie 250.000 Euro für 10% Firmenanteile.

"Original Unverpackt": Milena Glimbovski

"Original Unverpackt": Milena Glimbovski

 

Thelen ist von ihrer Lebenseinstellung begeistert, besonders da sie nicht nur kritisiert, sondern eine echte Alternative geschaffen hat. Da Glimbovskis Fokus aber mehr auf dem Onlineshop als auf der Supermarktkette liegt, kommt für den Löwen eher eine Spende als eine Investition infrage. Die anderen Löwen sind ebenfalls von ihrem Engagement begeistert, ein Angebot macht jedoch keiner und so verlässt Glimbovski ohne Deal die Arena.

Fit Taste

Der letzte Pitch der Sendung dreht sich, wie bereits "Kajnok", um gesundes Essen. Die Brüder Konstantin und Benjamin Ladwein aus Trier haben die Marke Fit Taste ins Leben gerufen. Fit Taste sind verschiedene, gesunde Fertiggerichte, die besonders auf die Bedürfnisse von Sportlern zugeschnitten sind. Kunden können angeben, ob sie abnehmen oder Muskelmasse aufbauen wollen, und bekommen dann passende, qualitative Gerichte vorgeschlagen.

"fit taste": Benjamin (l.), Konstantin Ladwein

"fit taste": Benjamin (l.), Konstantin Ladwein

 

Für 300.000 Euro bieten die Brüder 12,5% der Firma. Die Löwen erkennen schnell, dass die Gerichte eine hohe Qualität haben, doch auch das Risiko, welches dahintersteckt. Nicht nur, dass das Produkt einen Nischenmarkt bedient, sondern auch die Gefahr von Nachahmern.

Frank Thelen hat trotz anfänglicher Zweifel in Essen zu investieren, den Markt für sich entdeckt und Erfahrung im Bereich "Gesundes, schnelles Essen". Er sieht das Potenzial der Idee und bietet 300.000 Euro für 25%. Die Brüder schlagen zu und somit war der letzte Pitch der Folge erfolgreich.