Bonner Schumannfest startet

Zum letzten Mal im Herbst

Der 18-jährige Pianist Amadeus Wiesensee.

Bonn. Das Schumannfest hieß einmal Endenicher Herbst. Der Name war Verpflichtung. In diesem Jahr wird das kleine Festival, dessen aktuelle Ausgabe am Freitag startet, zum letzten Mal zu dieser späten Jahreszeit stattfinden.

Ab 2013 wechselt man in die warme Jahreszeit. Dabei wollen sich die Veranstalter an dem 8. Juni, Schumanns Geburtstag, orientieren, wie Festivalgründer Markus Schuck jetzt mitteilte. Der Neubeginn wird voraussichtlich auch mit einer Erhöhung des städtischen Zuschusses auf 35 000 Euro einhergehen. Der Beitrag war vorübergehend auf 20 000 Euro reduziert worden.

Passend zum diesjährigen Motto "Schumann und die Jugend" spielt am morgigen Freitagabend, 20 Uhr, im Schumannhaus der erst 18-jährige Pianist Amadeus Wiesensee Werke von Mozart, Beethoven, Brahms und Schumann.

Am Samstag gibt es dann einen freundschaftlichen Chorwettstreit zwischen den Ensembles La Choraline/Théatre Royal de La Monnaie, Brüssel (Leitung Benoit Giaux) und Kinder- und Jugendchor/Theater Bonn (Leitung Ekaterina Klewitz). Das Konzert beginnt in der Trinitatiskirche um 17 Uhr, der Eintritt ist frei.

Bonns Theaterchef Klaus Weise beehrt das Festival am Sonntag, wenn er um 11 Uhr im Rex-Kino François Truffauts Film "Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent" vorstellt. Im Anschluss spricht Dietmar Kanthak, Leiter der Feuilleton-Redaktion des General-Anzeigers, mit Weise über den Film.

Ab 19 Uhr wird es am Sonntag jazzig: Im Schumannhaus wird der Pianist Johannes von Ballestrem eigene Stücke und Improvisatioenn über Themen von Schumann spielen. Ebenfalls ab 19 Uhr beginnt die Kantorin Caroline Roth ihre jeweils nur 25-minütige Reihe "Meine Zeit" mit Orgelmusik in St. Maria Magdalena. Das Festival dauert bis zum 11. September.

Infos im Internet: www.bonner-schumannfest.de