Weltstars singen für Kinder in Afghanistan

Jazz-Pianist Al Copley und Musical-Sänger Kevin Tarte treten bei der Unicef-Gala in der Siegburger Stadthalle auf

Siegburg. (haa) Schuhe flogen durch die Luft, und der Künstler lag unter dem Flügel. Einen wahren Wirbelsturm erlebten die Zuschauer in der ausverkauften Stadthalle, als Al Copley über die Tasten fegte.

Der Chicagoer Jazz-Pianist wurde seinem Ruf als "Piano-Hurricane" gerecht. Er war am Donnerstagabend einer der Stars der Unicef-Gala in Siegburg. Deren Erlös ist für ein Bildungsprojekt für notleidende Kinder in Afghanistan bestimmt.

Ein stählerner "Riesen-Lebensbaum" auf der Bühne symbolisierte Wachstum und Liebe. Er war mehr als nur Dekoration: Die "bunten Früchte" in Herzform, die daran hingen, standen für die Unicef-Idee. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen unterstützt notleidende Kinder in der ganzen Welt.

Heribert Klein führte als Moderator durch das Programm. Vor mehr als 20 Jahren richtete er in Hilden seine erste Unicef-Gala für jedermann aus. Die Sopranistin Morenike Fadayomi aus Nigeria und die amerikanische Altistin Bonita Hyman gestalteten mit ihren starken klassischen Stimmen den ersten Teil des Programms.

Ergänzung brachten im zweiten Teil die ausdrucksstarken Stimmen der Perserin Afsaneh Sadeghi und des Amerikaners Kevin Tarte. Dazu kamen die hochbegabte junge Violinistin Racine Hanstein aus Ungarn und die Swinging Fanfares Deutschland unter Leitung von Stefan Kleinehr.

Ferner machten das Orchester Klaus Brüngel und Begleiter Stephen Harrison, musikalischer Betriebsdirektor der Deutschen Oper am Rhein, den Abend zu einem Ereignis.

Das Siegburger Publikum erlebte ein Spitzenklasse-Programm von Oper bis Musical, von Klassik bis Jazz. Die Fangemeinde feierte den Musical-Star Kevin Tarte besonders laut. Er war für seinen Auftritt in Siegburg von seiner Rolle im "Tanz der Vampire" in Stuttgart freigestellt worden.