Bonn

Ulrike Ankirchner in der GaLarie Lae

Bonn. Ausrangierte Bücher mit antikem Touch, ausgediente Alltagszitate, Fundobjekte und wertlose Bruchstücke bevölkern das Bonner Raritätenarchiv der Sammlerin Ulrike Ankirchner in der GaLarie Lae in Bonn.

Spitzfindige Materialexperimente, Reliefs, Collagen und Objektmontagen bilden den aktuellen Schwerpunkt, der von der Malerei kommenden Künstlerin. Das sehenswerte Panorama von "Schicht um Schicht" profiliert sich durch fantasiegeprägte Kompositionen. Im Raum stehen die Schlüsselthemen: Materialdialog, Metamorphose, Geschichte und Vergänglichkeit.

Auf quadratisch formatierten Leinwandtafeln geraten flüchtig skizzierte Vorstellungen von melancholischen Landschaftsstrichen und morbiden Mauern in Sicht. Im grauschwarz schattierten Ambiente der Serie "Schieferzeit" dominieren räumlich gestaffelte Strukturen, die aus behutsamen Überlagerungen von Papierfetzen, Kreide, Wachs und Gips hervorgehen.

Innerhalb der rund fünfzig Exponate spielen, auf Bücherdeckeln, Bücherrücken, historischen Schriftdokumenten basierende Geflechte und Gebinde eine führende Rolle. So geht die feinstrukturierte Grafik einer kargen Naturimpression namens "Wintergras" aus einem Komplott von in Emulsionen vergrabenen Büchercovern hervor.

GaLarie Lae, Heisterbacherhofstraße 1, bis 16. Juni. Mi 16 bis 19.30 Uhr, Sa 11 bis 14 Uhr, nach Vereinbarung unter Telefon 0228/33614506.