Vorstellung

So sieht die Saison 2017/18 im Contra-Kreis aus

Vorfreude auf die Premiere am 7. September: Das „Amadeus“-Ensemble.

Vorfreude auf die Premiere am 7. September: Das „Amadeus“-Ensemble.

Horst Johanning hat das Programm der Spielzeit 2017/18 seines Contra-Kreis-Theaters vorgestellt. In der kommenden Spielzeit überzeugt vor allem die Mischung.

In die neue Saison startet das Bonner Contra-Kreis-Theater mit einem Vorspiel. Vor der großen Eröffnung der Spielzeit 2017/18 mit „Amadeus“ am 7. September kommt die Jugend zu ihrem Recht. Und zwar die hochbegabte Jugend. Bernard Paschke ist Absolvent des Carl-von-Ossietzky-Gymnasiums. Er hat die Schule mit 15 verlassen, weil er drei Klassen überspringen durfte. Ein „Überflieger“, wie Horst Johanning, der Chef des Contra-Kreises, konstatiert. Paschke hat im vergangenen Jahr das Zwei-Personen-Stück „Die drei Musketiere“ im Contra-Kreis herausgebracht.

Am 20. August hat sein neues Theaterstück in 28 Szenen Premiere: „Ich weiß ... was du im Sommer 2037 tun wirst“. Darin sollen junge Menschen, die im Jahr 2037 leben, einmal auf Augmented-Reality-Kontaktlinsen verzichten und einen Besuch im Wald so erleben wie die Altvorderen im Jahr 2017. „Das geht total schief“, verspricht Johanning. Und was ist schöner im Theater, als das Scheitern der anderen mitzuerleben? Die Produktion wird bis 31. August zu sehen sein.

Danach geht es richtig los: „Amadeus“ betritt die Bühne. Mit dem Stück von Peter Shaffer setzen Contra-Kreis und Junges Theater Bonn ihre Zusammenarbeit fort, die 2016 mit der erfolgreichen Koproduktion „Terror“ begonnen hat. Lajos Wenzel inszeniert das brillante Werk. Im vergangenen Juni ist „Amadeus“ im Contra-Kreis bereits von einigen der Beteiligten gelobt worden. „Fantastisch“ geschrieben fand Moritz Seibert Shaffers Bühnenhit. Lajos Wenzel sah den Stoff als – positiv betrachtete – „Riesenherausforderung“. Hat sich der Enthusiasmus nach den Probenarbeiten gehalten? Er sei eher noch gewachsen, sagt Horst Johanning.

Der Prinzipal darf sich ein zweites Mal auf Lajos Wenzel als Regisseur freuen. Am 1. November startet Wenzels Inszenierung der Komödie „Der Messias“ von Patrick Barlow: eine etwas andere Weihnachtsgeschichte mit Ingolf Lück, Martin Bross und Nicole Johannhanwahr. Zwei Theaterleute wollen die Geschichte von Jesu Geburt erzählen. Aus finanziellen Gründen können die beiden keine Kollegen verpflichten und spielen alle Rollen selbst. Theater à la „Shakespeares sämtlich Werke (leicht gekürzt)“.

An „Ketten der Liebe“ (ab 9. Januar 2018) arbeitet der Autor Tom Gerhardt noch. Die Handlung in Kurzform: Deutschrock-Star Andy Roth (Dustin Semmelrogge) hat einen ganz speziellen Fan namens Mathias Bommes (Gerhardt). Ein Treffen der beiden in der Künstlergarderobe führt zu zwei Stunden blankem Horror, an dem die bildhübsche und blutjunge Eva nicht ganz unschuldig ist.

„Fremde Verwandte“ von René Heinersdorff (ab 15. Februar) bringt Marianne Rogée und Christian (sowie Sohn Patrick) Wolff auf die Bühne. Horst Johanning inszeniert das Stück, in dem sich am Anfang alle fremd sind – und am Ende alle miteinander verwandt.

Ab 19. April heißt es „Willkommen“ im Contra-Kreis. In der neuen Komödie von Lutz Hübner und Sarah Nemitz („Frau Müller muss weg“) will Benny sein WG-Zimmer für Flüchtlinge zur Verfügung stellen; er geht für ein Jahr als Dozent in die USA. Daraus, man ahnt es, entwickeln sich Konflikte, Irrungen und Wirrungen.

„Der Pantoffel-Panther“, eine Komödie von Lars Albaum und Dietmar Jacobs, beendet die Spielzeit. Es handelt sich um eine Wiederaufnahme. Johannings Erfolgsinszenierung war zuerst 2016 in Bonn zu sehen und hat danach das Publikum in Berlin, Düsseldorf, Köln, Essen, Hamburg, München und Frankfurt gefunden. Die Bonner können sich schon jetzt auf die Rückkehr von Jochen Busse und Billie Zöckler am 29. Mai freuen.

Der Vorverkauf für die Produktionen „Ich weiß ... was du im Sommer 2037 tun wirst“ und „Amadeus“ hat bereits begonnen. Karten gibt es in den Bonnticket-Shops der GA-Zweigstellen.