"Seit 2001 hat Bonn einen Quantensprung gemacht"

Van Rey stellt neuestes Buch vor

Bonn. Mit einer Liebeserklärung schließt Manfred van Rey sein jüngstes Buch ab: "Ich liebe diese Stadt, ihre Universität und das Siebengebirge." Diese Stadt - das ist Bonn, und kaum jemand kennt sie besser als der promovierte Historiker van Rey, der von 1990 bis 2002 das Stadtarchiv leitete.

"Bonner Stadtgeschichte - kurz gefasst" ist der Titel des Buches, das er am Dienstag gemeinsam mit seinem Verleger Thomas Grundmann im Rathaus Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann überreichte.

Fast spitzbübisch merkte die OB an, dass sie das Buch bereits gelesen - und für gut befunden hat. "Es ist interessant geschrieben und sehr übersichtlich; möglichst viele Bonner sollten es lesen", sagte sie und freute sich vor allem über die letzten 50 Seiten, die van Rey dem Strukturwandel widmet, vor allem dem der vergangenen fünf Jahren.

Unter Hinweis darauf, dass die 1. Auflage des Buches 2001 erschienen ist, sagte der Autor: "In diesen fünf Jahren hat Bonn einen Quantensprung gemacht." Als Beispiel nannte er zwei Zahlen: 2001 gab's im Bundesviertel 20 000 Arbeitsplätze; jetzt sind es bereits fast 40 000.

Grundmann wusste zu berichten, dass sich immer mehr Neubürger für die Geschichte der Stadt interessieren; auch für sie sei das Buch eine wahre Fundgrube. In der Tat: Wer beispielsweise wissen will, woher der Name Bonn kommt (aus dem Keltischen und bedeutet "Anhöhe"), wo Ludwig van Beethoven getauft wurde (in der Kirche Sankt Remigius in der Brüdergasse) oder ob in der "Forbes"-Liste der 476 Dollar-Millionäre auch Bonner zu finden sind (ja, Hans und Paul Riegel mit je 1,6 Milliarden Dollar) - der sollte das Buch lesen, in dem er ungezählte Fakten und Anekdötchen findet.

Manfred van Rey, Bonner Stadtgeschichte - kurz gefasst. 375 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Anhänge. Bouvier Verlag Bonn, Preis: 18,50 Euro.