Pantheon-Casino und "Jazz in Concert"

Reihe mit hochkarätigen Gästen

Pianist Martin Sasse in Aktion.

Bonn. Der Traum von einem eigenen Bonner Jazz-Club, von dem der Saxofonist und Bandleader Thomas Kimmerle vor nicht ganz drei Monaten im GA-Gespräch erzählte, ist zwar noch nicht in Erfüllung gegangen.

Dafür hat man einen höchst attraktiven Ort gefunden, in dem man bei "echter Clubatmosphäre" und "sehr gesellig" Jazz genießen kann. Ende September startet Kimmerle mit seiner Plattform "Jazz in Concert" in eine neue Phase: An vier Abenden wollen die Jazzer ins Pantheon Casino.

Mit einem viel versprechenden Programm soll diese vor etwa einem Jahr von Rainer Pause aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküsste neue Spielstätte für Jazzkonzerte ausprobiert werden.

Gleich der erste Abend wird wohl zur Feuerprobe: Während bislang einzelne Musiker im Casino zu Gast waren, wird am Montag, 23. September, das rund 20 Mann starke Ensemble "Bonn Jazz Orchester" aufspielen.

Die aus exzellenten Profimusikern aus der Region bestehende Bigband füllte bisher spielend die Endenicher Harmonie (etwa 250 Plätze). Jetzt wird das "Bonn Jazz Orchester" für 120 Zuhörer im Casino spielen.

"Mal sehen, wie das wird, auch vom Sound her", meint Kimmerle und bringt einen gewagten Vergleich: Im legendären New Yorker Club "Village Vanguard" sei auch nicht mehr Platz, und da spiele Montag für Montag die eigene Bigband. "Das wird sehr intim", versichert Kimmerle, der vorerst einen Montag im Monat das Casino bespielen möchte.

Der 28. Oktober gehört dem großartigen US-Tenoristen Rick Margitza aus Detroit und dem Peter Protschka Quartet. Der Kölner Trompeter Protschka hat sich den exzellenten Martin Sasse (Piano), Martin Gjakonovski (Bass) und Tobias Backhaus (Schlagzeug) in seine Formation geholt. "Es erwartet uns ein von Poesie und Energie getragenes Konzert, das stilistisch im Post Bob anzusiedeln ist", liest man im Programm-Flyer.

Der November-Montag (18.11.) gehört dem Pablo Held Trio mit Held (Piano), Robert Landfermann (Bass) und Jonas Burgwinkel (Schlagzeug). Seit 2005 ist das exzellente Trio in dieser Besetzung auf Festivals unter dem Label "kammermusikalischer Jazz" unterwegs, der 26-jährige Held selbst räumte 2011 den WDR-Jazzpreis "Improvisation" ab.

Mit dem Saxofonisten Gerd Dudek (74) ist am ersten Montag im Dezember (2.12.) einer der ganz großen der Szene im Casino zu Gast. Er hat mit Manfred Schoof und Albert Mangelsdorff zusammengespielt, ist mit Ali Haurand Mitbegründer des European Jazz Quintett. In Bonn wird er mit Martin Sasse (Piano), Martin Gjakonovski (Bass) und Hendrik Smock (Schlagzeug) auftreten.

Jazz-Konzerte im Pantheon Casino, 23. September, 28. Oktober, 18. November, 2. Dezember, jeweils 20 Uhr. Preise zwischen 12 und 18 Euro. Im Abo: 48,88 Euro. Informationen unter der Rufnummer 0228/212521 und unter www.jazzinconcert.com.