Jede Menge Fotos

Querbeat und LaBrassBanda rocken den Kunst!Rasen

Bonn. Beste Stimmung ist garantiert, wenn Querbeat und LaBrassBanda auf der Bühne stehen. Das galt auch für ihren Auftritt beim Kunst!Rasen am Samstag. Wir haben jede Menge Fotos.

Achtung, fertig, tanzt: Bei herrlichem Sommerwetter geht an diesem Samstagnachmittag die Post ab. 8000 Menschen sind auf das KunstRasen-Gelände in den Bonner Rheinauen gekommen, um eine Party der Extraklasse zu feiern, mit Kölner Gute-Laune-Musik, Alpen-Techno und jeder Menge Blech. Querbeat trifft auf LaBrassBanda – mehr muss eigentlich nicht gesagt werden. Jeder, der schon einmal eine der beiden Bands erlebt hat, weiß um die unbändige Energie, über die sie verfügen, kennt das Erfolgsrezept bestehend aus Hochgeschwindigkeits-Blasmusik, Funk, Gypsy, Samba, Ska, Pop und einer guten Dosis Tschingderassabum, dem sich niemand entziehen kann. Und auch niemand entziehen will. Schon gar nicht, wenn die beiden Kult-Formationen ausnahmsweise mal im Doppelpack auftreten.

Leider sorgen im Vorfeld organisatorische Mängel und die gleichzeitige Ankunft eines Gros der Zuschauer für eine chaotische Situation am Einlass. Bis zum japanischen Garten zieht sich die Schlange; schier ewig müssen die Besucher in der knallenden Hitze ausharren, bis sie endlich das Nadelöhr am Zugang zum KunstRasen-Gelände passieren können. Dementsprechend verschiebt sich der Konzertbeginn denn auch um fast eine Dreiviertelstunde. Dann aber kommen Querbeat und lösen mühelos den angestauten Unmut in Luft auf.

Die Kapelle ist derzeit omnipräsent, heizte den Fans schon beim „Over the Border“-Weltmusikfestival zusammen mit Meute und Dicht&Ergreifend ein und wird in diesem Jahr auch den Summerjam am Fühlinger See eröffnen. Es ist fast schon ein bisschen zu viel des Guten, doch andererseits ist das Publikum ja da und folgt ausgelassen den Kommandos von der Bühne. „Stonn op un danz“ zum Beispiel. Wird gemacht. Sowohl Fans als auch Band sind für jeden Spaß zu haben, inklusive einer Wasserpistolen-Attacke, einem Rückblick auf die Disco-Untiefen der 90er Jahre und einem aufblasbaren Riesenflamingo. So viel Show muss sein.

Sie tanzen wie Derwische

Wo Querbeat aufhört, knüpft LaBrassBanda an. Als die Chiemgauer das letzte Mal auf dem Gelände waren, schwitzten sie sich noch in einem überdimensionalen Zelt die bayrische Seele aus dem Leib, jetzt dürfen sie wirklich Open Air spielen – und heizen dafür gleich doppelt ein.

Fast schon rauschhaft jagen sie die Klänge durch die Gronau, tanzen dazu wie blechverliebte Derwische, barfuß natürlich wie immer seit einer Reise durch Bosnien, bei der sie die Turnschuhe kurzerhand aus dem Autofenster warfen, weil sie so bestialisch stanken. Ja, auch dort kommt LaBrassBanda an, so wie überall sonst auf der Welt. Zugegeben, ihre Texte versteht dort niemand mehr, aber das ist ja im Rheinland trotz einer überraschend großen Fanbasis genauso. Dafür ist Stefan Dettls Gesang zu akzentbeladen, erst recht wenn er in Richtung Rap abgleitet und die Silben in atemberaubender Geschwindigkeit abfeuert. Egal – die Musik zündet. Und zwar mit Wucht. Alles andere ist egal. „Es sind schon keine versauten Worte dabei“, verspricht Dettl. Na dann.

Als das Doppelkonzert schließlich gegen 20 Uhr zu Ende ist, sind die KunstRasen-Besucher erschöpft, aber glücklich. Mehr als vier Stunden Tanz fordert ihren Tribut – doch auch jenen, die noch nicht genug haben, kann geholfen werden. Im Anschluss sorgt eine kostenlose Silent Party mit drei DJs und jeder Menge Kopfhörern für einen entspannten Abschluss eines herausragenden Tages.

Unsere Fotografen waren dabei und haben eine Menge Bilder mitgebracht: