Festival in der Rheinaue

Panama Open Air Festival startet heute in Bonn

Panama-Festival: Zwei Tage Techno in der Bonner Rheinaue

Panama-Festival: Zwei Tage Techno in der Bonner Rheinaue

BONN. Beim Bonner Elektronik-Festival Panama am 13. und 14. Juli werden 20.000 Besucher erwartet. Jede Menge Beats liefern Querbeat, 257ers und Lost Frequencies.

Wenn das mal kein sympathischer Dreiklang ist – Elektro, Sonne, Liebe. Das feste Motto des Panama-Open-Air-Festivals wird in diesem Jahr durch das Leitmotiv „We love our artists“, wir lieben unsere Künstler, ergänzt. Die Veranstalter erwarten an den beiden Festivaltagen (Freitag, 13., und Samstag, 14. Juli) rund 20.000 Besucher in der Bonner Rheinaue. Neben den Berliner DJ-Größen Ben Klock, Len Faki und Pan-Pot wurden auch die Chartstürmer von Lost Frequencies und Gestört aber Geil für die sechste Ausgabe von Panama gebucht. Ungewöhnlich muten die Live-Auftritte der Blechbläser-Combo Querbeat und des Hip-Hop-Electro-Duos 257ers an.

„Techno muss nicht immer nur lautes Bumm-Bumm sein“, erklärt dazu Festivalgründer und Programmleiter Sandro Heinemann im Interview mit dem General-Anzeiger. „Wir wollen die Vielfalt der technoiden Szene mit all ihren Facetten widerspiegeln.“ Querbeat und die 257ers hätten mit Techno zwar nicht unbedingt viel zu tun, „aber sie passen vom Lebensgefühl und der Partystimmung, die sie verbreiten“, sagt Heinemann.

„Wir möchten die Diversität der Veranstaltung erhöhen, und diesen Crossover-Weg werden wir auch in Zukunft gehen“, kündigt Heinemann an. „Unsere Basis bleibt natürlich Techno.“ Zur Künstlerliste der diesjährigen Ausgabe gehören auch die brasilianische Star-DJane Anna, Mayday-DJ Felix Kröcher, Kerstin Eden, Adriano Rosso und Oliver Huntemann, der vermutlich dienstälteste „Plattenaufleger“ bei Panama 2018.

Die DJs und Live-Formationen bespielen fünf Bühnen, hinzu kommen zwei neue Themenbereiche. Über die ist Sandro Heinemann kein Sterbenswörtchen zu entlocken: „Das wird eine Überraschung.“ Eine Überraschung wäre es, wenn das Wetter einmal nicht mitspielen sollte. Aus all den bisherigen Open Airs haben Festivalmacher und Besucher die Regel abgeleitet, dass zuverlässig die Sonne scheint. Womit wir bei der zweiten Säule von Panama wären. Und die dritte heißt: Liebe.

Damit ist die Liebe zu Bonn und zur Rheinaue gemeint. „Wir sind hier alle groß geworden, haben als Kinder viel Zeit in diesem Park verbracht und sind glücklich, dass er als Festivalfläche dient“, sagt Heinemann. „So können wir Menschen aus ganz Deutschland, teilweise aus Europa zeigen, wie schön es hier ist.“

Die Belastung für Natur und Umwelt wollen die Veranstalter so gering wie möglich halten und haben dafür „weiter in die Optimierung der Beschallungsanlagen investiert“. Alle Getränke werden aus Mehrwegbechern ausgeschenkt und sämtliche Speisen auf kompostierbaren Tellern ausgegeben.

2017 wurde erstmals eine Campingfläche für 1000 Besucher eröffnet, die beide Festivaltage mitfeiern und auf dem Gelände übernachten wollen. „Der Campingplatz wurde im vorigen Jahr sehr gut angenommen, deswegen bieten wir das wieder an“, erläutert Heinemann. „Ziel ist auch, mit dem Campingangebot verstärkt Besucher aus dem Raum Frankfurt beziehungsweise Dortmund zu gewinnen, wo es eine hohe Nachfrage gibt.“

Die Basis für ein gelungenes Festival bildet aber das friedliche Miteinander, Euphorie ohne Aggression – ein Phänomen, das die Technoszene seit jeher begleitet. „Die Stimmung ist das, was unser Festival zu einem besonderen Erlebnis macht. Die positive Energie, die man hier wahrnehmen kann, ist einzigartig.“