13 Stationen mit dem Handy

Neue kostenlose Beethoven-App für das iPhone erhältlich

Selbstverständlich gehört auch die "Beethon"-Skulptur zur neuen App mit 13 Stationen in Bonn.

12.04.2013 Bonn. Beethoven-App ist nicht, wie Anhänger des Komponisten vielleicht vermuten würden, eine Abkürzung für die berühmte Klaviersonate "Appassionata". Vielmehr ist der berühmteste Sohn der Stadt für Bonn-Touristen, Bonner und Beethoven-Bewunderer jetzt auch im iTunes Store von Apple angekommen.

Am Freitagvormittag wurde im Beethoven-Haus die neue App "Beethoven in Bonn" vorgestellt. Die Stadt- und Kulturführungsapp, eine Spielart des Audioguide, entstand im Umfeld der Spendenaktion 5000 x 5000 für das neue Beethoven Festspielhaus. Das Bonner IT-Architekturhaus Synalis sponserte und produzierte die App mit Unterstützung aller namhaften Bonner Beethoven-Organisationen und weiterer Partner.

Als Ziel bis zum Jahresende gab Christiane Karsch von Synalis "mindestens 3000 Downloads" an. Die neue Beethoven-App ist in deutscher Sprache (und mit der angenehmen, kultivierten Stimme von Mathias Bauer aus dem WDR-Sprecherensemble). Eine englische Version, wie sie insbesondere für ausländische Touristen interessant wäre, steht derzeit nicht zur Verfügung. "Wir warten erst einmal ab, wie's angenommen wird", sagte Karsch.

Die App kann im iTunes Store kostenlos auf iPhone, iPod Touch und iPad geladen werden. Die App ist optimiert für das iPhone 5. Entlang der 13 Stationen, darunter etwa Beethovendenkmal, Beethoven-Haus und Beethovenhalle, erfahren die App-Nutzer Wissenswertes über seine Familie und Vorfahren, seine musikalische Entwicklung und den Freundeskreis. Zu den jeweiligen Stationen gibt es historische und aktuelle Bilder zu sehen, außerdem sind Bezug nehmende Musikstücke Beethovens zu hören.

Auf dem integrierten Stadtplan werden der aktuelle Standort des Nutzers und die Wege zu den nächsten Stationen angezeigt. "Eine ausgezeichnete Arbeit", lobte Manfred Jung, Vorsitzender der Bürger für Beethoven, die neue App.

Solveig Palm, Projektleiterin der Spendenaktion 5000 x 5000 und Vorsitzende des Netzwerks Ludwig van B., würdigte den Audioguide als "superprofessionell". Die Beethoven-App sei "sicherlich das größte und umfangreichste Beispiel dafür, was man jenseits des schnöden Geldsammelns machen kann".

Apropos: In letzter Zeit ist es ja durchaus ein wenig stiller geworden in Sachen Festspielhaus, was Solveig Palm auch gar nicht bestritt. "Sie dürfen davon ausgehen, dass sich das wieder ändern wird." Die Idee eines neuen Festspielhauses "lässt sich gar nicht mehr begraben".

Wäre das ambitionierte Projekt denn überhaupt noch rechtzeitig zu Beethovens 250. Geburtstag zu realisieren? Palm gab sich kämpferisch: "Selbst wenn die Welt 2020 über uns lacht, weil wir es nicht geschafft haben - das wird 2021 vorbei sein, weil wir dann mit dem Thema wieder da sind." (Hagen Haas)