Klavierkonzert

Musikalische Schätze im Klavierhaus Klavins

Für seltene Dinge lohnt es sich zuweilen, an ungewöhnlichen Orten zu suchen. Im Klavierhaus Klavins zum Beispiel, wo das Ensemble Leggiero in einem äußerst vielseitigen Programm rare musikalische Schätze ausgräbt.

Schon das Ensemble selbst ist bemerkenswert: Selma Kalkutschke, Elena Lichte und Viviana Rieke sind zwischen 15 und 16 Jahren alt, haben für ihre instrumentalen Fertigkeiten aber schon einige Auszeichnungen entgegen nehmen dürfen.

Entsprechend selbstbewusst gehen die drei jungen Damen nicht nur an erprobtes Material von Mozart, Vivaldi und den obligatorischen Schumann und Beethoven heran.

Mit größtem Erfolg widmen sie sich etwa Aram Khatchaturyan, dessen Trio für Klarinette, Violine und Klavier sie mit Präzision, vor allem aber mit genau der richtigen Mischung aus Leichtigkeit und Pathos begegnen.

Manchmal sorgt der Enthusiasmus der Drei für allzu große Lautstärke-Kontraste zwischen Klavier und Klarinette beziehungsweise Geige, den Eindruck einer ansonsten imponierenden Technik vermag das jedoch nicht zu schmälern, zumal besonders prägnante Momente wie das donnernde Finale der Suite von Milhaud vorzüglich gelingen.

Seinen Höhepunkt findet das Konzert im Klavierhaus Klavins mit einem leidenschaftlich gespielten Klezmer-Stück von Bela Kovács und zwei Weihnachtsliedern, bei denen man sich als Publikum vom Ensemble Leggiero begleiten lassen darf. Noch so eine Sache, zu der man äußerst selten Gelegenheit hat.