KunstRasen 2017

Mit 95 Dezibel in die nächsten fünf Jahre

Sie ist wieder dabei: Sarah Connor 2016 auf dem KunstRasen.

Sie ist wieder dabei: Sarah Connor 2016 auf dem KunstRasen.

Bonn. Sarah Connor, Zucchero, Andreas Bourani, Brings: Die ersten Konzerte für den Bonner KunstRasen 2017 stehen fest.

Es wird weitergehen. Und zwar mit etwas Glück langfristig. „Wir haben 2016 das fünfjährige Bestehen des KunstRasens gefeiert und planen jetzt die nächsten fünf Jahre“, bekräftigten die beiden Veranstalter Martin Nötzel und Ernst-Ludwig Hartz bei einer Pressekonferenz in der Harmonie. „Es gibt zwar durchaus noch einiges, was besser werden kann, aber wir stellen fest, dass zum Beispiel beim Thema Lärm einiges in Bewegung gekommen ist und auch Perspektiven hinsichtlich einer verbesserten Infrastruktur am Horizont zu sehen sind, was uns natürlich den Rücken stärkt“, betonte Ersterer.

Leider steht das Programm für 2017 noch immer nicht endgültig fest. „Manche Künstler vor allem aus den USA haben offenbar noch immer nicht realisiert, dass man vor Weihnachten sehr gut Karten verkaufen kann“, kommentierte Hartz, der dafür umso stärker die nationalen Acts hervorhob, die zwischen dem 23. Juni und Mitte Juli in den Rheinauen auftreten werden. Darunter sind neben Brings (23.6.), Andreas Bourani (30.6.) und Sarah Connor (6.7.) auch das Hip-Hop-Duo 257ers (24.6.), das mit ihrem aktuellen Album „Mikrokosmos“ derzeit vor allem bei der jüngeren Hörerschaft durch die Decke geht.

Fantastisch dürfte auch der Auftritt der italienischen Rock-Legende Zucchero am 13.7. werden, der bislang als einziger internationaler Künstler feststeht. Vervollständigt wird das Programm durch das längst etablierte Klassik-Picknick am 2.7.. Weitere Namen konnten Hartz und Nötzel noch nicht nennen – geplant sei allerdings unter anderem ein kleines Festival an einem Wochenende, zu dem in den kommenden Tagen und Wochen weitere Details bekannt gegeben werden sollen. „Wir sind auf jeden Fall derzeit noch mit einigen großartigen Künstlern in Verhandlungen“, versprach Hartz, der zugleich betonte, dass KunstRasen und KunstGarten mit über 60.000 Besuchern mehr Menschen anzieht als etwa das Beethovenfest.

Für Entspannung sorgt derweil das gelockerte Lärmschutzgesetz des Landes, das statt früher zwölf inzwischen bis zu 18 seltene Ereignisse pro Veranstaltungsort erlaubt und somit deutlich mehr Spielräume lässt. „Wir wollen davon zehn nutzen“, erklärte Hartz. „Damit dürfen wir bis zu 95 Dezibel vor Ort haben. Das hat selbst bei Dream Theater überraschend gut funktioniert, ebenso wie in diesem Jahr, in dem wir eigentlich alle Lärmschutzauflagen erfüllt haben.“ Das freute Brings, die ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesend waren. „Wir kennen ja die Problematik auch aus Köln und können die Diskussionen oft nicht verstehen“, sagte Peter Brings. „Deshalb sind wir besonders froh, dass es Leute wie diese beiden Veranstalter gibt, die sich so einen Stress antun, um für alle Bonner tolle Konzerterlebnisse an so einem tollen Ort zu schaffen. Unser Ziel für 2017 sind auf jeden Fall diese 95 Dezibel. Und nicht ein Dezibel weniger.“