Jazz im Pantheon Casino

Marcus Schinkels "10 TV-Stories" feiert beachtlichen Erfolg

Marcus Schinkel (l.) und Frederick Köster.

BONN. Volles Haus auch beim letzten Konzert der ersten Staffel der "Jazz in Concert"-Veranstaltungen im Pantheon Casino. Ein beeindruckender Erfolg für Veranstalter Thomas Kimmerle, der damit eine neue Jazz-Spielstätte etablieren konnte.

Zu Gast war diesmal das Marcus Schinkel Trio, das mit Trompeter Frederick Köster "10 TV-Stories" präsentierte, ein sehr kurzweiliges Programm, bei dem es um Melodien und Jingles aus TV-Serien vornehmlich der 60er/70er Jahre ging, deren Titel Pianist und Moderator Marcus Schinkel erst verriet, nachdem sie Stücke gespielt hatten.

Fürs Publikum gab es also nicht nur etwas zu hören, sondern auch zu raten, Für die jüngeren Jahrgänge in den Rängen nicht ganz einfach, zumal es "vor ihrer Zeit" war. "Miami Vice", "Raumschiff Enterprise" oder "Dallas" waren die Straßenfeger in jener Zeit, wo man sich vor den Fernseher zurückzog, um ja nicht eine Folge zu verpassen, die am folgenden Tag Straßengespräch war.

Wer da nicht mitreden konnte, war sozusagen "out". Marcus Schinkel, Frederick Köster und Bas Rietmeyer (Kontra-/E-Bass) sowie Wim de Vries (Schlagzeug), Marcus Schinkels langjährige Musikgefährten, interpretierten die Titelmelodien auf jazzige Weise, wobei sie teilweise etwas "entschlackten" und geschmackvoll auf derzeitige Spielformate aufpolierten.

Ein abwechslungsreiches Repertoire, bei dem die Simpsons Charly Brown begegneten Aschenbrödel den Flintstones und die melancholische Winnetou-Melodie aus den Karl May-Filmen jener Zeit den Abschluss bildete. Kurzweil pur, bei der die Musiker auf hohem Niveau musizierten und durch einige virtuose Soli ihr großes Können unter Beweis stellten.

Nach der Sommerpause wird die Serie am 31. August fortgesetzt.