Poetry Slam in der Schauspielhalle Beuel

Klaus Urban verblüffte sein Publikum

Beuel. "Ich beginne mit zwei Romanen", verblüffte Klaus Urban sein Publikum. Für seinen Auftritt beim vierten "Raus mit der Sprache"-Poetry Slam in der Schauspielhalle Beuel hatte er seine Satzromane mitgebracht, die in vier Bänden zu je sieben Romanen erschienen seien.

Der Sieger des Abends wusste verbenreich und in rasantem Tempo von all den Handlungen zu berichten, die es brauche, um zu lieben.

Nach zwei Gruppenrunden bestehend aus je vier Poeten, schaffte es Klaus Urban, genau wie Marian Heuser, Fabian Köster und Harry Kienzler in die Finalrunde, in der das Publikum per Applaus den Sieger kürt. "Ich schreibe gerne gereimte Gedichte", erzählte Harry Kienzler. Seine "kulinarische Ballade" über eine hinterlistige Köchin, die die Gräfin und den Herzog vergiftet, um mit ihrem Mann in Wohlstand zu leben, begeisterte das Publikum.

Fabian Köster weiß, was es wirklich heißt, ein Mann zu sein. Kösters Appell: "Jungs müssen wieder Männer werden!" Klaus Urbans Sieger-Text ist eine allegorische Ballade über den Reim, der nicht reimen wollte. "Er wollte mit allen Wörtern spielen, wollte sich im Matsch der Sätze suhlen", erzählt Urban. "Mit allen Buchstaben Burgen bauen und die Grammatik-Gang verhauen."