Bonn-Krimi

Gabriele Hamburger veröffentlicht zweiten Roman

Gabriele Hamburger liest aus ihrem Bonn-Krimi.

BONN. Jeder kennt Bonn als Beethovenstadt und ehemalige Bundeshauptstadt. Ein anderer wichtiger Aspekt rückt häufig in den Schatten: "Die 200 Jahre Kurfürstenzeit. Obwohl da so viel passiert ist", meint Gabriele Hamburger. Dies möchte die Autorin mit ihrem neuen Roman ändern: In der historischen Kriminalgeschichte "Exitus" lässt sie das barocke Bonn wieder lebendig werden.

Wenige Jahrzehnte nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erweist sich die politische Lage alles andere als geordnet und ruhig. Auseinandersetzungen zwischen den Getreuen von Kaiser Leopold I. und des französischen Königs Ludwig XIV. bestimmen das Leben im Rheinland und gipfeln 1673 in der Belagerung Bonns.

In diese historische Szenerie versetzt Hamburger ihren fiktiven Protagonisten Christoph Salentin Sechem von Merhoffen. Der Held des Romans "Exitus" versucht während der Belagerung Bonns frühzeitig Hilfe herbeizuholen. Doch eine spektakuläre Entführung und weitere Intrigen verwickeln den Landadligen unerwartet in kriegerische wie kriminelle Taten.

Historisch belegte Ereignisse wie die Entführung Wilhelm Egon von Fürstenbergs durch den Kaiser verarbeitet Hamburger in "Exitus" in einer Kriminalgeschichte, die sich nicht nur durch historische Genauigkeit, sondern auch durch eine spannende fiktive Handlung auszeichnet.

"Exitus" ist nach "Vanitas" Hamburgers zweite historische Krimigeschichte. "Mir liegt vor allem daran, die Historie darzustellen", sagt die in Königswinter lebende Autorin, die sich über mehrere Jahre sehr intensiv in die Bonner Regionalgeschichte des 17. Jahrhunderts eingearbeitet hat. Zunächst hatte sie - nur für sich, ohne die Absicht, einen Roman zu veröffentlichen - ihr Wissen in Krimiform aufgeschrieben. "Das hat Spaß gemacht, die Figuren haben irgendwann angefangen zu leben", sagt Hamburger.

"Exitus" von Gabriele Hamburger ist im CMZ-Verlag unter der ISBN-Nummer 978-3-87062-147-6 erschienen.