Mini-Festival

Eröffnung von "Beethoven at Home"

BONN. Aus allen Nähten platzte die Galerie Andreae bei der Eröffnung des "Beethoven at Home" getauften Mini-Festivals, das die Bonner Kulturlandschaft bereichert.

Torsten Schreiber und Solveig Palm sind die beiden treibenden Kräfte hinter den laut Eigenwerbung "musikalischen Abschweifungen", die Musik von und rund um Ludwig van Beethoven an ungewöhnlichen Orten, zumeist Privathäusern, präsentieren.

Im Falle der Galerie Andreae kam noch hinzu, dass in den Räumlichkeiten der ersten Godesberger Schule die renovierten Bachofer ihre Premiere hatten, in denen sich Kunst und Kultur dank der Eigeninitiative zahlreicher Godesberger Bürger zu einem kommunikativen Ort entwickeln sollen.

Gelungen ist dies am Eröffnungsabend allemal. Galeristin Judith Andreae berichtete in aller Kürze vom schwierigen Weg, den sie und ihre Mitstreiterinnen von der ersten Idee bis zum fertigen Ensemble zurückzulegen hatten, Bezirksbürgermeisterin Anette Schwolen-Flümann hob vor allem das visionäre Engagement hervor.

Wolfgang Grießl, Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg, warnte eindringlich vor einer Kannibalisierung, wenn Sport und Kultur gegeneinander ausgespielt werden sollten.

Den musikalischen Teil des Abends, an dem auch die Ausstellung "Illusion Natur" eröffnet wurde, übernahm die Pianistin Stephanie Proot, Sie spielte trotz der übervollen Räume und einer daraus resultierenden gewissen Unruhe hochkonzentriert und mit einer überaus packenden Intensität Beethovens Mondscheinsonate und die vierte Sonate von Sergej Prokofiew.

Vor allem Beethovens Sonate bestach mit sensibel ausgeführten agogischen Akzenten und einer dichten, die sehr unterschiedlichen Ausdruckswelten aller drei Sätze auf ein Höchstmaß zuspitzenden Interpretation.

Mehr Informationen unter www.beethoven-at-home.de.