Pantheon

Andrea Schroeder stellt ihr Album "Blackbird" im Pantheon Casino vor

Andrea Schroeder kennt sich mit Kälte und Dunkelheit aus.

BONN. Andrea Schroeder und der Winter: Die Zeit steht still, der Schnee schmilzt, und ihr Herz schlägt so langsam wie ein müder Flügel, singt sie mit sinnlich aufgerauter Stimme in ihrem Song "Winter Days". Der Refrain bringt die Stimmung auf den Punkt: "And we all just pass away / And we all just pass away, my dear / And we all just pass away."

Der Song "Winter Days" zeichnet in dunklen Farben - aber unwiderstehlich schön - ein Bild menschlicher Vergänglichkeit. Wer mag, wird das Lied am Dienstag, 9. April, im Pantheon Casino hören. Andrea Schroeder und Band stellen dort das Album "Blackbird" (Glitterhouse Records) vor. Neben dem Titelsong findet man Stücke wie "Ghost Ship", "Death Is Waiting", "Dark Nightingales" und "Kälte" auf dem Album.

Was hat es auf sich mit all dieser Düsternis? "Sie fasziniert mich", sagte eine gut gelaunte Andrea Schroeder am Telefon, kurz vor dem Start der "Blackbird"-Tournee in Hamburg. "Das Dunkle berührt mich am meisten", fügte sie hinzu, "diese innere Melancholie."

Es war ein Glücksfall im Künstlerleben der in Ostwestfalen geborenen Schroeder, dass Chris Eckman auf sie aufmerksam wurde. Eckman und Carla Torgerson sind die Köpfe der Band The Walkabouts. Wer Songs von Leonard Cohen, Balladen von Nick Cave und die erlesene Tristesse der Tindersticks mag, liegt bei ihnen richtig. Eckman hat Schroeders "Blackbird"-Album produziert und war für die Streicher-Arrangements verantwortlich.

Im Konzert in Bonn wird die "puristische Fassung" (Schroeder) des Albums zu hören sein, ohne Streicher. Die Frau, deren "kitschiger Kindheitstraum" es war, Sängerin zu werden, fühlt sich wohl in der Gegenwart von namhaften Kollegen, mit denen sie in einem Atemzug genannt wird: Nick Cave, Leonard Cohen, Marlene Dietrich, Johnny Cash, Nico, Calexico und Patti Smith. "Es schmeichelt schon", gab sie zu. Schroeder fand ihre Berufung nach Experimenten mit Kunst und Zeichnung.

Schließlich landete sie bei der Musik: "Dann nahm das Schicksal seinen Lauf." Schroeder und Band waren noch nie in Bonn. Das Pantheon Casino wird sich als perfekter Spielplatz erweisen. In der intimen Club-Atmosphäre können sich Schroeders Sound- und Stimmungslandschaften wunderbar entfalten.

Info

Konzert am Dienstag, 9. April, 20 Uhr, im Pantheon Casino. Tickets zum Preis von 17 Euro (ermäßigt 13 Euro) gibt es in den Bonnticket-Shops der GA-Zweigstellen und beim Pantheon unter (0228) 21 25 21.