Alexander Steig gastiert im "Plug in"

BONN. "Mediale Be- oder Überwachung, Gesellschaft und Individualität, Privatsphäre und Öffentlichkeit" sind die Themen, denen der 43-Jährige Künstler Steig in seinen Live-Übertragungen in Installationsform nachgeht. Seine Installation "Videoüberwachung" ist derzeit in Bonn zu bestaunen.

Schaut man von der Straße aus durch das Galeriefenster, gewinnt man bereits einen guten Eindruck von der neuen Ausstellung im Plug-in, dem Ort für Medienkunst in Bonn. Der Blick fällt auf einen Monitor, der zur Videoinstallation "Chain (½)" des in München lebenden Künstlers Alexander Steig gehört. Eine Reihe von insgesamt zehn Bildschirmen, miteinander verkabelt und mit je einer Videokamera ausgestattet, windet sich durch die beiden Ausstellungsräume.

Was genau die Kameras, die auf die Rückseite der Bildschirme vor ihnen ausgerichtet sind, außer diesem Gehäuse aufnehmen und übertragen, bleibt zunächst rätselhaft. Statt zehn annähernd identische Bilder zu sehen, fallen Unstimmigkeiten in der "Übertragungskette" auf und die auf den ersten Blick einfache Anordnung stellt sich als erstaunlich komplex heraus, nicht zuletzt weil sie die Bewegung des Betrachters einbezieht.

Alexander Steigs "Videoüberwachung" bezieht sich auf sich selbst und bietet, wie der Künstler sagt, "durch ein Mehr an Kontrolleinheiten ein Weniger an Information". "Mediale Be- oder Überwachung, Gesellschaft und Individualität, Privatsphäre und Öffentlichkeit" sind die Themen, denen der 43-Jährige in seinen Live-Übertragungen in Installationsform nachgeht. Im Mai wird Alexander Steig ebenfalls in Bonn mit einer Arbeit bei "Moving surface" im Künstlerforum zu sehen sein.

Plug-in, Bornheimer Straße 31; Sa, So 15-18; bis 16. März