Brahms-Tage in Endenich

Abschluss mit einem Trio-Abend

Bonn. Das Abschlusskonzert der 5. Brahms-Tage Endenich bestritt der Künstlerische Leiter, James Maddox, mit langjährigen Kammermusikpartnern. Gemeinsam mit der Geigerin Stephanie Himstedt und dem Cellisten Bruno Klepper spielte er Klaviertrios von Franz Schubert und - selbstverständlich - Johannes Brahms.

Durch den großen Andrang an diesem Abend und die dadurch notwendig gewordenen Umbauten in der Trinitatiskirche begann das Konzert einige Minuten später. Für die Veranstalter war dies aber auch eine schöne Bestätigung im fünften Jahr, dass die Brahms-Tage Endenich gut angenommen werden.

Robert Schumann sagte über Schuberts Klaviertrio B-Dur "... und die Welt glänzt wieder frisch". Dieses Motto hatten sich auch Stephanie Himstedt und ihre Mitstreiter zu Herzen genommen und spielten das Werk freudig, mit wunderschönen Kantilenen im zweiten Satz und witzig-spritzigem Scherzo und Rondo. Hier und da war mal die ein oder andere kleine Unsicherheit in der Intonation zu hören, jedoch ließ das interpretatorisch gute Spiel darüber hinwegsehen.

Der zweite Teil des Konzert war dem Trio c-Moll op. 101 von Johannes Brahms gewidmet. Diese Wahl war ganz bewusst getroffen, denn schließlich zitiert Brahms im ersten Satz das Thema aus Schuberts B-Dur-Trio. Dieses Werk klingt schon weitaus ernster und schwerer als Schuberts Trio - schließlich hat Brahms es ja auch in der Schicksalstonart c-Moll komponiert.

Die Stimmung der Sätze brachte das Trio auch hier gut rüber. Während des ganzen Konzerts wurde spürbar, dass James Maddox die Fäden der Interpretation in der Hand hatte, selbst wenn der Künstlerischer Leiter der Brahms-Tage eher im Hintergrund agierte. Für den anhaltenden Applaus bedankten sich die Musiker mit dem 4. Satz aus Dvoraks "Dumky-Trio".