"Jazz im Biergarten" und "Sommerfestival"

63 Konzerte bei freiem Eintritt in der Rheinaue

Bonn. Am 19. Mai startet das Festival "Jazz im Biergarten" mit 21 Konzerten bis Ende September, ein Konzert pro Woche. Ab Anfang Juli kommen mit dem "Sommerfestival" weitere 42 Termine bis Ende August hinzu.

Es geht wieder los, wie immer ganz dezent mit nur einem Konzerttag pro Woche. Am Sonntag, dem 19. Mai, versetzt die Little Johns Jazzband aus Bochum mit ihrem Happy-Jazz die Besucher des Biergartens im Parkrestaurant Rheinaue in Wochenendstimmung. Bis September geht das so: Insgesamt 21 Konzerttermine stehen an bei der Festivalreihe Jazz im Biergarten. Gespielt wird sonntags ab 14 Uhr, mit zwei Zusatzterminen am Vatertag und an Fronleichnam. Am 8. Juli wird die Schlagzahl dann schlagartig erhöht, wenn sich das sogenannte Sommerfestival mit weiteren 42 fast täglichen Terminen bis 30. August in den Konzertreigen einreiht. Beide Festivals blicken auf eine lange Tradition zurück.

Die Jazzreihe gibt es seit 1992, das Sommerfestival mit viel Pop und Rock seit 1997. Mehr als 1200 Einzelkonzerte stehen in der Gesamtbilanz. Das Publikum zieht da gern mit: Im vergangenen Jahr wurde mehr als 55.000 Besucher gezählt. Der Eintritt ist grundsätzlich frei – und wenn's regnet, spannt Veranstalter Dirk Dötsch einfach die breiten Schutzschirme auf.

Walter Schnabel macht die Musik, er bucht die Bands. Der musikalische Leiter hat in diesem Jahr neben den alten Lieblingen von Doktor Jazz Ambulanz, Jazzweberei, Hot Jazz GmbH oder Stefan Ulbricht Boogie Trio auch sieben Ersttäter am Start. Zum Beispiel Lost in The Jam, Die Jazz'is – oder die Rheinischen Bayernmusikanten, die Ende September zu einem Rheinischen Oktoberfest antreten.

Eine ziemlich spannende Konstellation kommt aus den Niederlanden an den Rhein: Der umtriebige Pianist Harry Kanters und der Trompeter Michael Varekamp erinnern mit ihrem Louis Armstrong Celebration Quartet an die Jazz-Ikone "Satchmo", wobei der Blechbläser Varekamp auch als Sänger gefordert ist. "I see trees of green / red roses too / I see them bloom / for me and you ...". Der Klassiker muss einfach sein, im Biergarten, wenn die Sonne am Himmel steht. "... and I think to myself, what a wonderful world." Ach.