Keltische Klänge

Wochenende für alte Musik in der Brotfabrik

Bonn. Das zweite Wochenende für Alte Musik in der Brotfabrik führt nach Irland und Schottland. Auf dem Programm stehen drei Konzerte sowie Workshops zu „Irish Fiddle",Tanz und eine Einführung in das irische Gälisch.

Führt der Weg chronologisch und geografisch ein Stück jenseits des Mainstream und geht es um das, was heutzutage mit dem Begriff „Weltmusik“ gemeint wird, führt er das Bonner Publikum meist in die Brotfabrik. Um so mehr, als dort im April 2017 ein neues Festival gestartet ist, das nun in die nächste Runde geht. Das zweite Wochenende für Alte Musik vom 2.-4. Februar führt die Besucher nach Irland und Schottland – drei Konzerte und drei Workshops führen mitten in die keltische Kultur.

Den Anfang macht am 2. Februar, 20 Uhr, das Literaturkonzert „My heart's in the Highlands“ mit Petra Kalkutschke (Rezitation), Konstanze Jarczyk (Harfe) und Stefan Horz (Klavier). Auf ihrem Programm stehen Texte und Gedichte von Robert Burns, Oscar Wilde, Lord Byron, William Butler Yeats sowie irische und schottische Märchen, umrahmt von traditionellen Volksweisen, arrangiert für Harfe und Klavier. Das Motto des Abends hat ein Gedicht des schottischen Nationaldichters Robert Burns gegeben, das die unvergleichliche Natur im Norden Großbritanniens beschwor – mal unheimlich oder gruselig, mal hochromantisch oder ganz der Natur ergeben.

Für den 3. Februar lädt das Ensemble Asterion zu einem „Feast of Music“ ein: Die drei jungen Musiker Elisabeth Wirth (Blockflöte), Maximilian Volbers (Blockflöte) und Andreas Gilger (Cembalo) – Studierende des Mozarteums in Salzburg – haben 2016 erfolgreich beim Deutschen Musikwettbewerb abgeschnitten, sind nun als Trio unterwegs und widmet sich den unterschiedlichen Stilrichtungen und Traditionen der Kunstmusik aus dem englischsprachigen Raum. Einen besonders reichhaltigen, Genuss verspricht dabei das frühe Repertoire Englands von 1660 bis 1700, das antikisierende, neo-elisabethanische Polyphonie (Matthew Locke) und Rustikal-Ländliches (John Playford) mit höfischer Masque verbindet.

Workshops sind weiteres Angebot des Festivalwochenendes

Das keltische Musikwochenende beschließt am 4. Februar das Konzert „Harvested from tradition“. Paula Kibildis (Barockgeige, Fiedel) beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts und gründete das Kölner Violinconsort „Exquisite Noyse“, das sich aus Spezialisten der historisch informierten Aufführungspraxis zusammensetzt.

Ihr Sohn, Vincent Kibildis, schloss seinen Bachelor in historischer Harfe an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis ab und setzt nun seine Studien in Barcelona fort. Mit seinem Sollazzo Ensemble gehört er zu den Shooting-Stars der internationalen Alte Musik-Szene. An diesem Abend spielen die beiden ausgewählte Stücke aus dem „English Dancing Master“ ebenso Kompositionen des wohl berühmtesten irischen Harfenisten, Turlough O’Carolan.

Neben genannten Konzerten sind Workshops ein weiteres Angebot dieses Festivalwochenendes. Für den 3. Februar beispielsweise wurde die Geigerin und Irland-Spezialistin Sabrina Palm (info@bonna-musica.com) engagiert. Am Vormittag von 10 bis 13 Uhr steht ihr Fiddle- und am Nachmittag von 15 bis 18 Uhr ein Tanz-Workshop an. Mittanzen kann dort jeder – egal, wie alt oder erfahren.

Wer die Iren und Schotten besser verstehen lernen möchte, kann am 4. Februar, 16.30 bis 18.30 Uhr am „Schnupperkurs Irisch-Gälisch“ teilnehmen, den die Brotfabrik gemeinsam mit dem Studienhaus für Keltische Sprachen und Kultur anbietet. Vorkenntnisse sind nicht nötig, wie die Dozenten Mareikje Mariak und Dr. Gisbert Hemprich versichert haben.

Info: Festivalwochenende für Alte Musik, 2. bis 4. Februar; Brotfabrik Bonn, Kreuzstraße 16. Konzertbeginn jeweils 20 Uh,r Karten über Bonnticket oder an der Abendkasse. Teilnahmegebühr für die Workshops je 20 Euro (Konzerteintritt ermäßigt) Mehr unter www.brotfabrik-theater.de