Kommentar zur JazzTube Bonn

Der Jazz läuft gut

Eindringlich: Tamara Lukasheva im Pantheon. FOTO: SCA

Eindringlich: Tamara Lukasheva im Pantheon. FOTO: SCA

Bonn. JazzTube Bonn 2017 zieht nach 25 Konzerten und 3000 Besuchern eine glänzende Bilanz und etabliert sich als zweites Festival neben dem Jazzfest Bonn.

Tamara Lukasheva ist eine JazzTuberin der ersten Stunde, begeisterte schon 2012 als Nachwuchskünstlerin mit ihrem Gesang in Bonner U-Bahnhöfen. Jetzt hat sie den Finalabend der JazzTube 2017 eröffnet, als Vorgruppe zu Triosence. Vor etwas über einem Jahrzehnt noch trat Bernhard Schüler von Triosence auf Einladung von Thomas Kimmerle als Noname in einem kleinen Jazzclub in Kessenich und dann noch ein paarmal in Bonn auf.

Inzwischen zählen die Drei von Triosence zu den neuen jungen Sternen am deutschen Jazzhimmel. Das sind Geschichten, die das von Kimmerle organisierte und von den Stadtwerken Bonn und vielen Sponsoren unterstützte Festival JazzTube schreibt. Nachhaltige regionale Talentförderung trifft auf ein gut funktionierendes Netzwerk – sehr zur Freude des Bonner Publikums. 3000 Besucher kamen zwischen dem 5. August und 5. November zum Eröffnungskonzert am Alten Zoll, zu den U-Bahn-Konzerten und zum dreitägigen Festival-Finale im Pantheon.

 Insgesamt 25 Konzerte. JazzTube hat sich damit als zweites – regionales und national ausgerichtetes – Festival neben Peter Maternas auf internationale Größen fokussiertes Jazzfest Bonn etabliert, das Ende November sein Programm für 2018 vorstellt. Glückliches Bonn. Da gab es Tränen, als mit dem Abriss des Bonn-Centers am Bundeskanzlerplatz auch das Pantheon-Casino unterging. Bonn hat einen intimen Jazzkeller verloren – und mit dem neuen Pantheon in der Halle Beuel eine fantastische, großzügige Spielstätte mit wunderbarer Atmosphäre gewonnen. Es gibt auch Erfolgsgeschichten in der Bonner Kultur.