Migrations-Studie: Und die Konsequenzen?

Das Verdienst der umfangreichen Studie liegt unzweifelhaft in dem differenzierten Bild, das über die Situation der Migranten in Deutschland gezeichnet wird.

Es ist eben nicht so, dass diese sich nur in ihrer Sozialisation verkriechen und möglichst isoliert in Deutschland leben wollen. Das Problem der Integration hat viele Facetten. Einerseits gibt es bescheidene Fortschritte bei der sozialen Integration; andererseits bleiben zu viele Mitbürger auf dem Weg zu mehr Bildung zurück.

Es kann gar nicht oft genug wiederholt werden: Bildung ist für Migranten mit oder ohne deutschen Pass der Schlüssel zu einer gelungenen beruflichen Integration, die einen bescheidenen Wohlstand gestattet. Die Realität sieht aber anders aus: Während jede siebente deutsche Familie von Armut bedroht wird, steigt der Anteil bei den Migrations-Familien auf fast 29 Prozent.

Von der mangelnden Bildung, die sich mit rudimentärer Kenntnis der deutschen Sprache verbindet, kann man auf die Perspektivlosigkeit vor allem jüngerer Mitbürger schließen, die sich in der Kriminalitätsstatistik so offensichtlich niederschlägt. Die daraus erwachsene Gleichung, die Ausländer mit der Kriminalität im Alltag in Verbindung bringt, beschreibt nur das letzte Glied in einer Problemkette.

Politik muss die sozialen Voraussetzungen schaffen, um Raubzüge zumindest einzudämmen. Das kostet Geld. Wobei ohnehin der Eindruck vorherrscht, dass man lieber alles bei dem hübsch übersichtlichen Status quo belässt. Wenn das die einzige Schlussfolgerung aus dem Gutachten wäre - die Politik hätte sich ein schlechtes Zeugnis erteilt.

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