Kommentar

Die Offensive im Busfernreiseverkehr - Freie Fahrt

Es kommt Bewegung auf den Markt innerdeutscher Fernreisen. Bewegung heißt in diesem Fall Wettbewerb, neue Anbieter, vermutlich bessere Preise und eventuell auch neue Verbindungen.

Nach einer Einigung zwischen schwarz-gelber Koalition und rot-grüner Opposition im Bundestag hatte Anfang November dann auch der Bundesrat grünes Licht für einen freieren Markt für Fernreiseanbieter in Deutschland gegeben. Pioniere wie "Dein Bus.de" oder "MeinFernbus" standen bereit.

In gut zwei Wochen dürfen mit Beginn des neuen Jahres andere Fernbusanbieter der Bahn ganz offiziell Konkurrenz machen. Das, man glaubt es kaum, seit 1931 (!) quasi garantierte Monopol der Bahn im Fernreiseverkehr ist damit Geschichte.

Deutsche Post und ADAC erwägen jetzt, in dieses Geschäft gemeinsam einzusteigen und die wichtigsten Großstädte des Landes zu verbinden, dort also, wo auch die Bahn auf ihren Hochgeschwindigkeitsstrecken Kasse macht. Für die Kunden schafft ein solches Angebot neue Optionen: Flieger, Bahn, Fernbus oder eigenes Auto?

Gerade für Verbraucher mit kleinerem Budget dürfte eine Busverbindung von München nach Berlin interessant werden, weil die Bahn auf diesen Strecken nun wirklich nicht zum Schnäppchenpreis unterwegs ist. Monopolstrukturen sind selten gut für den Markt, respektive die Verbraucher. Dass das Monopol auf innerdeutschen Fernreisen endlich aufgebrochen wird, ist eine Chance. Für beide Seiten. Für (neue) Anbieter. Und ihre Kunden.

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