Neues Smartphone von Apple

Zehnjähriger knackt Face ID von neuem iPhone X

Apple baut in das iPhone X erstmals ein Display mit OLED-Technologie auf Basis organischer Materialien ein.

Apple baut in das iPhone X erstmals ein Display mit OLED-Technologie auf Basis organischer Materialien ein.

Bonn. Ein Zehnjähriger hat das neue iPhone X seiner Eltern mit der Gesichtserkennung Face ID entsperren können. Dies scheint nicht das einzige Problem des "zerbrechlichsten iPhones aller Zeiten" zu sein.

Noch keine zwei Wochen ist das neue iPhone X auf dem Markt, da tauchen immer mehr Probleme auf. "Passend" zur aktuellen Jahreszeit musste Apple bereits einräumen, dass es ein Kälteproblem gab. Demnach reagiere das Smartphone beim Wechsel in eine kalte Umgebung kurzfristig nicht mehr auf Berührungen. Erst nach wenigen Sekunden funktioniere das Display wieder. Mit einem Software-Update will Apple den Fehler beheben.

Doch das Display bereitet noch weitere Sorgen. Die Stiftung Warentest hat das Smartphone unter die Lupe genommen und kommt zu dem Schluss: Es sei das "zerbrechlichste iPhone aller Zeiten". Im Test sah das so aus: In einer Falltrommel, in der die Geräte auf eine Steinfläche stürzen, sei bei einem der drei getesteten Exemplare die gläserne Rückwand zertrümmert, bei den zwei anderen war das Display defekt und zeigte Streifen. Ältere Modelle und auch das neue iPhone 8 hätten den Test zuvor unbeschadet überstanden.

Trotz guter Bewertungen für die Kamera, die Wasserfestigkeit und die Technik gibt es offenbar aber noch ein weiteres Problem: die "Face ID". Damit können Besitzer das Handy mittels Gesichtserkennung über die Frontkamera entsperren. Doch scheinbar nicht nur die Besitzer: Nach Meldungen, wonach mit einer aufwendig produzierten 3D-Maske die Erkennung überlistet werden könne, scheinen auch Kinder, die ihren Eltern sehr ähnlich sehen, das Smartphone entsperren zu können.

Wie das Magazin Wired berichtet, ist es einem zehnjährigen Jungen gelungen, das iPhone seines Vaters einmal zu entsperren. Bei dem Smartphone seiner Mutter funktionierte es sogar mehrmals. "Es gibt keine Möglichkeit, dass du Zugang zu dem Smartphone bekommst", sollen die Eltern dem Bericht zufolge zu ihrem Kind noch gesagt haben, als es sich das Handy geschnappt hatte. Offenbar gab es die aber doch.

 

Zunächst hätte die Familie dies noch lustig gefunden. Doch als ihnen klar wurde, dass der Junge so Zugriff auf alle Nachrichten hätte, hörte der Spaß auf.

Dass Face ID von eineiigen Zwillingen getäuscht werden könne, hatte Apple dem Bericht zufolge zuvor eingeräumt. Dass es bei Eltern und ihren Kindern jedoch auch passiert, war wohl nicht zu erwarten. Ob das Problem auch bei anderen bereits aufgetreten ist, ist unklar. Auf eine Anfrage von Wired hat Apple zunächst nicht reagiert.