Neue Betrüger-Masche

Vorsicht bei diesen Vodafone-Nummern

Vorsicht, nicht alle Anrufer führen Gutes im Schilde.

Bei Anruf, Abzocke.

Bonn. Mit einer Vorwahl von Vodafone versuchen Betrüger an sensible Daten von Kunden des Anbieters zu gelangen. Das müssen Sie zur Phishing-Masche wissen.

Mal sind es Rufnummern aus dem Ausland, mal heimische. Auch geläufige Handynummern mit einer 0172-Vorwahl wie von Vodafone werden zunehmend von Betrügern genutzt, um Kundendaten abzugreifen.

Wie Unternehmenssprecher Volker Petendorf sagt, versuchen Kriminelle, über betrügerische Anrufe an Daten von Vodafone-Kunden zu gelangen. Dabei benutzen sie Rufnummern, die vermeintlich aus Deutschland stammen und mit den Ziffern 0172 beginnen. "In den vergangenen Tagen nutzten sie die Rufnummern +49 172 2233485, +49 172 1279132 oder +49 173 40550299. Allerdings wechseln sie die vorgetäuschten Rufnummern sehr schnell wieder", sagt Petendorf.

Die Nummern seien nicht die, die sie vorgeben zu sein. Sie sind nicht echt. Auch wenn die Nummern mit der deutschen Länderkennung 0049 beginnen, hieße das noch lange nicht, dass die Anrufe aus Deutschland stammen. In Wirklichkeit nutzen sie Kriminelle aus dem Ausland, teilt der Unternehmenssprecher mit. Es ließe sich allerdings nur schwer ermitteln, wer hinter diesen Rufnummern steckt.

Anrufer geben sich als Mitarbeiter aus

Das Phänomen besteht seit Jahren in vielen Branchen. Bei der jüngsten Phishing-Anruf-Attacke, die Vodafone betrifft, geben sich die Anrufer als angebliche Mitarbeiter aus. Sie täuschen ein Angebot zur Vertragsänderung wie Gutschrift oder ein neues Handy vor und fragen nach dem Kunden-Kennwort oder anderen Kundendaten. Die Masche kann sich aber auch ganz anders abspielen, denn die Betrüger ändern sie schnell. Die Täter würden einfach ein möglichst wahrscheinliches Szenario wählen und es so lange probieren, bis ein Opfer anbeißt.

Eines haben nach Angaben von Vodafone fast alle Taten gemeinsam: Die Täter rufen zufällig irgendwelche Rufnummern an. Regionale Schwerpunkte gebe es dabei nicht. Es könne jeden in ganz Deutschland treffen. Kenntnisse, bei welchem Unternehmen das Opfer Kunde ist oder Details zum Vertrag, hätten die Täter nicht.

Kunden sollten keine Daten weitergeben

Volker Petendorf rät den Kunden, bei solchen Anrufen kritisch zu sein und auf keinen Fall Daten weiterzugeben. Seriöse Anrufe unterscheiden sich in wesentlichen Punkten von diesen Phishing-Calls der Kriminellen. Bei letzteren fragt der Anrufer ohne erkennbaren Grund nach persönlichen Daten. Er täuscht dubiose Gründe für seinen Anruf vor und wird schnell ungehalten, wenn Kunden nicht die gewünschten Informationen rausrücken.

Kunden sollten, so rät der Unternehmenssprecher, die Bundesnetzagentur über den Anruf mit dem Online-Formular auf deren Internet-Seite informieren. Nur der Betroffene ist zu dieser Beschwerde berechtigt. Auch das Kunden-Kennwort sollte, sofern es weitergegeben wurde, sofort geändert werden. Dies ginge über die Webseite des Unternehmens oder in einem Vodafone Shop mit einem Identitätsnachweis.