Verkehrschaos nach Stromausfall in München

München.  Ein Stromausfall in weiten Teilen Münchens hat die Stadt in ein Verkehrschaos gestürzt. Betroffen waren am Donnerstag fast im gesamten Stadtgebiet neben Haushalten und Büros auch S- und U-Bahn. Mitten im Berufsverkehr steckten Pendler fest.
Fahrgäste warten in einem U-Bahnhof in München auf die Züge. In der bayerischen Landeshauptstadt ist am Morgen in mehreren Stadtteilen der Strom ausgefallen. Foto: Peter Kneffel Foto: DPA

Ampeln fielen aus. Viele Menschen saßen in Aufzügen fest. Nach etwa einer Stunde begann sich die Lage zu normalisieren. "Um 7.35 Uhr waren die meisten Stadtbezirke wieder versorgt, um 8 Uhr hatten alle Haushalte wieder Strom", twitterten die Stadtwerke. Einen Defekt in einem Umspannwerk als Ursache konnte die Feuerwehr zunächst nicht bestätigen.

Für viele Münchner war der Online-Kurznachrichtendienst Twitter die wichtigste Informationsquelle. Bevor die Stadtwerke sich zu Wort meldeten, informierten die Münchner sich gegenseitig per Twitter über den Zustand in ihren Stadtteilen.

Zu dem Stromausfall war es nach Angaben der Stadtwerke um Punkt 7 Uhr gekommen. Rund eine Stunde später gab es einen weiteren kleinen Ausfall. Innerhalb kürzester Zeit rückten die Retter zu mehr als 50 Einsätzen aus. Die Feuerwehr sei "kreuz und quer" nahezu überall im Einsatz gewesen. Hauptsächlich ging es darum, Menschen aus steckengebliebenen Aufzügen zu befreien. Außerdem seien durch den Stromausfall Brandmelder angesprungen und hätten Fehlalarme ausgelöst.

Die Ursache des Stromausfalls war zunächst unklar. Der Bayerische Rundfunk nannte einen Defekt in einem Umspannwerk im Norden der Stadt als möglichen Auslöser. Die Feuerwehr, die wegen Rauchentwicklung zu dem Umspannwerk gerufen wurde, konnte dies nicht bestätigen.

Betroffen von dem Ausfall waren am Morgen vor allem Zehntausende Berufspendler. Die S-Bahn auf der viel befahrenen Stammstrecke zwischen Ostbahnhof und Hackerbrücke stand etwa eine halbe Stunde lang still, viele stiegen auf das Auto um. Auch als der Strom wieder da war, kam es weiter zu Verspätungen.

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