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Bombenserie in Vorort von Damaskus tötet 54 Menschen
dpa
Damaskus/Istanbul. Bei Bombenanschlägen in einem vorwiegend von Christen und Drusen bewohnten Viertel der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Mittwoch mindestens 54 Menschen getötet worden.
In einem vorwiegend von Christen und Drusen bewohnten Viertel von Damaskus ist eine Autobombe explodiert. Foto: SANA Foto: DPA
Die meisten geborgenen Leichen seien schwer verstümmelt, berichtete Rami Abdel Rahman, Leiter der oppositionsnahen syrischen Menschenrechts-Beobachtungsstelle, der dpa. Etwa 80 weitere Menschen wurden schwer verletzt.
Nach Angaben von Regimegegnern explodierten in dem Vorort Dscharamana am Morgen kurz hintereinander vier Sprengsätze. Zwei der Bomben waren in Autos versteckt. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, bei der Explosion zweier Autobomben seien 34 Menschen umgekommen. Augenzeugen berichteten der dpa, die meisten Opfer seien Frauen und Kinder. Es seien Brände ausgebrochen.
Die Bewohner des Viertels hatten zu Beginn des syrischen Bürgerkrieges versucht, sich aus der bewaffneten Auseinandersetzung herauszuhalten. Die Lage in dem Stadtteil spitzte sich jedoch in den vergangenen Monaten zu, nachdem dort mehrfach Bomben explodiert waren.
Die bewaffneten Regimegegner berichteten unterdessen, sie hätten in einem ländlichen Gebiet in der Provinz Aleppo ein Kampfflugzeug abgeschossen. Der Pilot soll schwer verletzt überlebt haben. Die Regimegegner veröffentlichten im Internet ein Video, das zeigt, wie ein am Kopf verwundeter Mann in Uniform von einem Zivilisten auf dem Rücken getragen wird.
Der Leiter der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter, Rami Abderrahman sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa, die Rebellen hätten erstmals Boden-Luft-Raketen eingesetzt. "Wir haben gesehen, dass einige dieser neuen Raketen verwendet werden, zum Beispiel als am Dienstag am Stadtrand von Aleppo ein Hubschrauber abgeschossen wurde."
Nach unbestätigten Angaben aus Oppositionskreisen sollen in der vergangenen Woche über die Türkei Raketen an die Rebellen geliefert worden sein. Oppositionelle hatten berichtet, zuvor sei es den Rebellen nur gelegentlich mit viel Glück gelungen, ein Flugzeug im Tiefflug von einem Dach aus mit dem Maschinengewehr anzugreifen.
Artikel vom 28.11.2012
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