Kommentar

Zuwanderung - Willkommen!

Einwanderung ist kein leichtes Unterfangen. Das Thema fordert alle: die Mehrheitsgesellschaft der hier Geborenen und wohl Integrierten ebenso wie die Minderheit der Zuwanderer, jener Menschen also, die sich im neuen Land, das erst noch ihre zweite Heimat werden könnte, zurechtfinden müssen.

Sprache ist der Schlüssel. Ohne Deutsch keine Integration. Und ohne den Willen, die hier geltenden Regeln, Vorschriften, Gewohnheiten und natürlich Gesetzen zu akzeptieren, wird es gleichfalls nicht gehen. Parallelgesellschaften fördern keine Integration, sondern Spaltung.

Dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, ist weitgehender Konsens. Doch wie viel Zuwanderung dieses Land braucht, wie viele Menschen nichtdeutscher Herkunft - hochqualifiziert oder in Flüchtlingsnot - nach Deutschland geholt beziehungsweise zu ihrem Schutz gelassen werden, darüber muss diskutiert, ja gestritten werden.

Deutschland wird früher oder später um ein Einwanderungsgesetz nicht herum kommen, weil der Migrationsdruck weltweit zunehmen wird. Wenn nicht in dieser Legislaturperiode, dann schafft die Zeit eben später Fakten.

Wenn sich Schwellenstaaten wie Brasilien und Indien oder aufstrebende Industrieriesen wie China erst einmal ernsthaft daran machen, um die besten Köpfe der Welt zu werben, können Europa und Deutschland schnell zurückfallen.

Riesen wie China oder Indien schlafen nicht. Sie holen sich, was der (Arbeits-)Markt hergibt. Deutschland ist nach den USA das weltweit beliebteste Land für Zuwanderer. Darauf darf man stolz sein. Und damit lässt sich werben.