Zur Konjunktur und den Staatsfinanzen

Nicht ausruhen

Frankfurt am Main. Manager sind doch etwas besonnener als die Akteure an den Finanzmärkten. Sie bleiben guter Stimmung, trotz der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten, trotz der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage in China. Das zeigt auch der aktuelle ifo-Geschäftsklimaindex.

Das sollte beruhigen, denn schließlich wissen die Unternehmer nach Lage der Dinge am besten, wie ihre Auftragslage aussieht. Und die gibt ihnen offenbar noch keinen allzu großen Grund zur Sorge. Das freut auch den Staat: Denn wenn die Unternehmen gut verdienen, viele Menschen beschäftigen, dann nimmt er mehr Steuern ein.

Es sind so viele, dass er seine Schulden weiter abbauen kann. Das sind Trends, die auf mittlere Sicht positiv stimmen sollten. Zwar ist die deutsche Wirtschaft stark exportorientiert. Mehr als die Hälfte der Ausfuhren gehen in die europäischen Nachbarländer. Auch deshalb ist eine enge Zusammenarbeit mit ihnen so wichtig.

Erste Erfolge der Reformpolitik zeigen sich ja schon deutlich in Spanien und Portugal. Aber in den letzten Jahren ist es auch gelungen, den Konsum in Deutschland zu stärken, auch wenn das vor allem auf die Niedrigzinspolitik der EZB zurückgeht.

Noch dürfen die Deutschen sich also entspannen. Allerdings sollten sie auch in solchen Zeiten nicht müde werden, über weitere Verbesserungen ihrer Produkte und Strukturen nachzudenken. Wenn sie es sich zu bequem macht, dann kann die deutsche Wirtschaft auch schnell wieder im Wettbewerb verlieren. Ausruhen gilt also nicht.