Kommentar

Forderungen nach der Homo-Ehe in Deutschland - Keine Diskriminierung

Berlin. Nach dem irischen Referendum über die Homo-Ehe wird auch bei uns wieder gestritten. Selbst manche Unionspolitiker plädieren nun für eine völlige Gleichstellung.

Auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften verwirklichen eine auf Dauer gestellte Verantwortungsgemeinschaft. Deshalb dürfe man sie nicht gegenüber der klassischen Ehe diskriminieren, so das Argument. Klingt plausibel, ist es aber nicht. Denn derlei Verantwortungsgemeinschaften gibt es viele. Es gibt Kinder, die sich langfristig um ihre pflegebedürftigen Eltern kümmern. Es gibt Geschwister, die beschlossen haben, lebenslang füreinander da zu sein. Alles Formen auf Dauer gestellter Verantwortungsgemeinschaften.

Niemand aber fordert hier eine Ehe-Gleichstellung. Dies wird nur für die klassische "gemischte" Ehe verlangt. Unstreitig braucht es einen Grund, sie herauszuheben.

Den gibt es - den Artikel 6 des Grundgesetzes. "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung." Der ist nicht wegzudiskutieren. Und genau so klar ist, was damit gemeint ist, denn im nächsten Satz geht es direkt um "Pflege und Erziehung der Kinder".

Das ist der ganze Punkt: Die klassische Ehe ist offen für Kinder, sie hat für eine Gesellschaft Keimzellen-Charakter, sie macht sie zukunftsoffen. Das muss man nicht pathetisch überhöhen, aber sie ist damit etwas substanziell anderes als eine Homo-Ehe. Gleiches muss gleich behandelt werden.

Klassische Ehe und Homo-Ehe sind aber nicht gleich. Von Diskriminierung kann also keine Rede sein.