Kommentar

Einwanderung - Zu hohe Hürden

Deutschland ist längst ein Einwanderungsland. Und es muss sich weiter öffnen. Die Multi-Kulti-Gesellschaft mag manchen politischen Kreisen nicht behagen, doch Zuwanderung ist der Garant dafür, dass unser Land seinen Wohlstand halten kann.

Die neue Studie zeigt: Wer aus dem Ausland nach Deutschland kommt, kommt entgegen gängiger Vorurteile meist nicht als Bittsteller. Im Gegenteil. Die Einwanderer sind im Schnitt besser qualifiziert als die Deutschen.

Ihre Arbeitskraft wird dringend gebraucht. Mit seiner alternden Bevölkerung wird Deutschland in den kommenden Jahren noch stärker auf Zuwanderung angewiesen sein. Schon heute würde zum Beispiel ohne ausländische Ärzte die medizinische Versorgung knapp.

Die Politik muss die Hürden für ausländische Arbeitnehmer dringend weiter senken. So reichen die aktuellen Erleichterungen für Asylbewerber, die arbeiten oder eine Ausbildung beginnen wollen, längst noch nicht aus. Die Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft würde helfen, ausländische Fachkräfte an unser Land zu binden.

Dabei sollten auch die seit Jahrzehnten in Deutschland lebenden Migranten nicht vergessen werden, deren Bildungsniveau weiterhin unter dem Schnitt liegt. Hier wurde die Integration von der Politik zu lange vernachlässigt. Deutschland muss sich um seine künftigen Arbeitskräfte mehr bemühen. Es geht längst nicht mehr darum, gnädig die Grenzen zu öffnen. Es geht darum, um neue Mitbürger zu werben.