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Die Mathematikerin Professorin Ursula Hamenstädt und der Physiker Professor Dieter Meschede werden mit Advanced Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC) ausgezeichnet. Insgesamt 13 ERC-Grants wurden inzwischen der Bonner Alma Mater zugesprochen. Sie zählt damit zu den erfolgreichsten Einrichtungen in der Einwerbung dieser EU-Mittel.
Hamenstädt erhält für ihre Forschung in den nächsten fünf Jahren rund 1,5 Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat (ERC). "Ziel des Forschungsprojektes ist die Untersuchung der Geometrie von Modulräumen und Abbildungsklassengruppen", sagt Hamenstädt. In dem Projekt gehe es um das bessere Verständnis der Struktur solcher Modulräume und ihrer Symmetriegruppen im Großen. Hamenstädt ist seit 1990 Mathematik-Professorin in Bonn. Zuvor arbeitete sie in den USA, am California Institute of Technology und in Berkeley.
Meschede vom Institut für Angewandte Physik der Universität Bonn will zusammen mit Professor Reinhard Werner von der Leibniz-Universität Hannover untersuchen, wie die Bausteine der Materie miteinander und mit ihrer Umgebung wechselwirken. "Mit Quantensimulatoren versuchen wir, das Entstehen der Komplexität aus wenigen, aber individuell und präzise kontrollierbaren Atomen nachzubilden", sagt Meschede.
Der Simulator soll zum Beispiel den Einfluss der Raumdimensionen bei der Molekülbildung und die Rolle von Magnetfeldern bei der Bewegung mikroskopischer Teilchen in einem Kristallgitter erhellen. In das Projekt fließen in den nächsten fünf Jahren mehr als 2,5 Millionen Euro aus den ERC-Mitteln. Meschede forscht und lehrt seit 1994 in der Experimentalphysik an der Universität Bonn. Zu seinen Stationen zählen die Universität Köln, die TU Hannover, die Ludwig-Maximilians-Universität München, das MPI für Quantenoptik und die Yale University (USA).
Im September 2011 wurde die Uni Bonn vom ERC bereits mit gleich drei hochkarätigen Starting Grants bedacht. In der aktuellen Runde für die Advanced Grants kommt die Alma Mater nun zwei Mal zum Zug. "Ich freue mich sehr, dass die Universität Bonn so erfolgreich ist", sagt Abteilungsleiterin Dr. Ulrike Pag, die die Wissenschaftler an der Universität in Förderfragen berät.
Der Europäische Forschungsrat will mit den ERC Starting Grants junge, innovative Forscher fördern, die eine eigene Forschungsgruppe aufbauen wollen. Mit den Advanced Grants werden dagegen etablierte Spitzenforscher ausgezeichnet. Insgesamt 13 ERC-Grants wurden der Uni Bonn seit der Einführung dieser Förderinstrumente im Jahr 2007 zugesprochen. Die Bonner Alma Mater zählt damit zu den führenden Einrichtungen in der Einwerbung dieser begehrten EU-Mittel, so die Uni-Pressestelle.
Artikel vom 24.01.2012