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Runder Tisch
Stadt Bonn soll Wissenschaftseinrichtungen besser vernetzen
Von Cem Akalin
BONN. "Wenn ich Wissenschaftsforscher wäre, würde ich mich in diese Region stürzen. Es gibt keine Region, in der es auf so engem Raum so viele Forschungsanstalten gibt. Hier ist alles versammelt, was die deutsche Wissenschaft zu bieten hat", schwärmte kürzlich der Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung, Enno Aufderheide.
In der Tat: Rund 200 Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen gibt es in der Region. Doch wer weiß das schon? Dass sie sich von der Stadt Bonn etwas stiefmütterlich behandelt fühlten, darüber war man sich in der "Szene" einig.
Umso begeisterter wurde das Angebot von Kulturdezernent Martin Schumacher aufgenommen, einen eigenen Runden Tisch zum Kulturkonzept der Stadt Bonn zu bilden. Schließlich übernehmen die zahlreichen Einrichtungen der Wissenschaftsregion Bonn auch wichtige Schnittstellentätigkeiten zwischen Wissenschaft und Kultur, hieß es. "Sie fordern im Gegenzug auch eine attraktives Kulturangebot für ihre Mitarbeiter und Studierende im nationalen und internationalen Standortwettbewerb."
So wundert das Fazit nach einer ersten Bestandsaufnahme nicht: "Das kreative Potenzial in den Einrichtungen ist enorm, wird aber nicht vollständig ausgeschöpft. Die Angebote an kulturellen Aktivitäten sind zahlreich, es ist aber notwendig, die Einrichtungen noch intensiver zu vernetzen als bisher, damit es zu einem besseren Kenntnisstand untereinander kommt, gemeinsame Aktivitäten ausgebaut und Angebote aufeinander abgestimmt werden können." Auch der Dialog zwischen den verschiedenen Einrichtungen der Wissenschaft "sollte eine Systematisierung erfahren", so das Ergebnis der Gespräche am Runden Tisch. "Verstärkte Anstrengungen der Stadt Bonn in diese Richtung könnten hilfreich sein", heißt es weiter.
Die Ergebnisse aus dem RundenTisch "Wissenschaft" können unter www.kulturkonzept-bonn.de nachgelesen werden.
Artikel vom 29.05.2012
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