Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Schavan, die im vergangenen Jahr ihr nationales Elite-Stipendienprogramm durch den Bundesrat gebracht hat, sprach auf Einladung der Studentenverbindung zum Thema "Elite: Ethos und Mythos". Dabei machte die Christdemokratin, die unter anderem Philosophie und Katholische Theologie in Bonn und Düsseldorf studiert hat, klar, worum es ihr bei der Förderung von Eliten geht: Nicht um die Rekrutierung von Eliten, die allein ihre eigene Biografie im Blicke haben, sondern um solche, die ihre Verantwortung im Gemeinwohl sehen.
Schavan nennt sie die "Verantwortungselite", die ein "Gewissen für das Ganze" haben, wie sie in Anlehnung an ein Wort des Philosophen Eduard Spranger sagte. Natürlich habe es viele kritische Debatten gegeben. Nach dem "Zivilisationszusammenbruch" sei eine offene Debatte darüber nicht möglich gewesen, ebenso wenig während der Zeit der 68er, weil diese zu Recht gefragt hätten, wo denn die Elite während der Nazizeit gewesen sei.
Am ehesten sei die Debatte daher jetzt möglich, da doch klar sei, dass keine Gesellschaft ohne Elite auskomme. Und an diese hat Schavan klare Erwartungen bei der Beantwortung fundamentaler Fragen: wie die nach der ethischen in der Diskussion um Gentechnik, bei Fragen der Weltbevölkerungsentwicklung und auch Fragen, die die EU derzeit beschäftigen.
Auch bei der Schuldenkrise müssten sich die Eliten selbst hinterfragen. Schavan rechtfertigte die Grundgesetzänderung, die Bund und Länder zur Schuldenbremse verpflichtet.
Artikel vom 31.01.2012