Berufseinstieg

Praktika öffnen Türen zum Job

BONN.  Sie sind nicht in allen Studienfächern Pflicht, doch Fachleute empfehlen sie unbedingt.

Auslandserfahrung: Lena Salm sitzt vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel. Sie macht ein Praktikum im Europabüro der Konrad-Adenauer-Stiftung. Foto: dpa

Praktika - für den erfolgreichen Berufseinstieg von Hochschulabsolventen sind sie oft zwingend notwendig. Doch auch wenn sie nicht in allen Studienfächern vorgeschrieben sind, werden sie dennoch oft empfohlen. Auch Umfang und Ausrichtung der Praktika unterscheiden sich von Studiengang zu Studiengang.

Im Studium der Agrarwissenschaft an der Universität Bonn wird zum Beispiel ein Berufspraktikum im landwirtschaftlichen Bereich zwar nicht gefordert, wohl aber empfohlen. Gleiches gilt auch in der Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaft. Wer dagegen im Kernfach "Politik und Gesellschaft" studiert, muss im zweiten Studienjahr mindestens ein vierwöchiges Praktikum absolvieren. Im Bachelorstudiengang Psychologie wird sogar ein berufsbezogenes Praktikum von zwölf Wochen verlangt. Studierende der Evangelische Theologie, die in der Rheinischen Landeskirche das kirchliche Examen anstreben, müssen je ein vierwöchiges Gemeinde-, Diakonie- und Industriepraktikum absolvieren.

In anderen Studiengängen können Studierende dagegen zwischen einer Lehrveranstaltung und einem Praktikum wählen. So auch im Bachelorstudiengang Geschichte: Nach dem zweiten Studienjahr haben sie die Alternative, entweder ein Praktikum zu absolvieren oder im fünften Semester eine berufskundliche Lehrveranstaltung zu belegen.

Auch die Betreuung und Unterstützung der Praktikanten ist in den verschiedenen Studiengängen unterschiedlich: "In den Politischen Wissenschaften gibt es seit langer Zeit ein Praktikumsbüro, andere Fächer haben einen Praktikumsbeauftragten", berichtet Dorothea Elsner, stellvertretende Leiterin der Zentralen Studienberatung an der Uni Bonn. Sind Praktika im Studium verpflichtend oder vorgesehen, sind die Studienfachberatungen und Prüfungsämter wichtige Ansprechpartner.

Elsner empfiehlt Studierenden, die an einem Praktikum interessiert sind, den Besuch der Veranstaltungsreihe "Forum Beruf" des Alumni-Netzwerkes. "Ziel dieser Veranstaltung ist es, Kontakte zwischen Ehemaligen und Studierenden herzustellen und Informationen über Berufs- und Praktikafragen zu vermitteln." Unter dem Motto "Studenten fragen - Alumni antworten" berichten etwa Absolventen der Bonner Universität über ihren beruflichen Werdegang, ihr Tätigkeitsfeld und mögliche Perspektiven.

Doch egal, ob die Studien- und Prüfungsordnung ein Praktikum vorsieht oder nicht: Elsner rät, in jedem Fall diese Möglichkeit zu nutzen, um erste Berufserfahrungen zu sammeln. "Praktika sind für den Berufseinstieg sehr wichtig!" Allerdings weiß sie auch, dass es gar nicht so leicht ist, ein Praktikum in den engen Studienplan zu integrieren - gerade wenn es nicht vorgeschrieben ist. Deshalb empfiehlt sie, zur Not lieber eine Verlängerung des Studiums im Kauf zu nehmen als ganz auf ein Praktikum zu verzichten.

"Oft bieten Unternehmen Studierenden Praktika an, die ein halbes Jahr dauern. In diesem Fall führt kein Weg daran vorbei, sich für diese Zeit ein Urlaubssemester zu nehmen", betont Elsner. Andere Praktikumsangebote wiederum haben den Nachteil, dass sie nicht in die Semesterferien fallen. Ob dann Studierende Praktika mit solchen zeitlichen Vorgaben absolvieren wollen, müssen sie sich genau überlegen. Denn dann wird eine Studienzeitverlängerung oft unumgänglich.

Praktikumsbörsen im Internet:

www.prabo.de

www.praktika.de

www.praktikum.de

www.praktikum.info

www.praktikums-boerse.de

www.praktikumsanzeigen.info

www3.uni-bonn.de/einrichtungen/careercenter/jobportal

Bewertungsportale im Internet über Arbeitgeber:

www.kununu.de

www.jobvoting.de

www.meinpraktikum.de

http://trainee-gefluester.de

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