Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Die "Brigitte Diät" bietet die Mensa Nassestraße in dieser Woche an. Dennoch: Die Einführung von Komponentenessen, also der individuellen Wahl verschiedener Hauptspeisen und Beilagen, hatte im vergangenen Jahr das Studierendenparlament beschäftigt. Denn man befürchtete eine versteckte Verteuerung des Essens für Studenten. Es war aber natürlich nicht das einzige Thema, mit dem sich die Studierendenvertretung und der AStA (Allgemeiner Studierender Ausschuss), der von Jusos, Grünen, LUST und Piraten geführt wurde, beschäftigte.
Das Thema, das wohl die meisten Studenten interessierte, war die Einführung der sogenannten StudiCard. Es war der RCDS gewesen, der anregte, man möge doch eine Karte anbieten, auf der alle anderen vereinigt wären: Wer in Bonn studiert, hat im Portemonnaie neben dem Studentenausweis mit dem NRW-Ticket für Bus und Bahn, der Mensakarte, dem Ausweis für die ULB, der Copycard noch die diversen Ausweise für die Institutsbibliotheken. Kritiker hielten dem Vorschlag zu hohe Kosten und Bedenken mit dem Datenschutz entgegen. Im SP wurde jedenfalls ein Ausschuss gebildet, der sich mit der StudiCard beschäftigen soll. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Auch eine mögliche Verkleinerung des SP, das zurzeit aus 51 Sitzen besteht, wurde diskutiert. Auch dazu gibt es einen Ausschuss.
Das werden wohl auf jeden Fall weiterhin die Hauptthemen sein, die das neue Studierendenparlament, das jedes Jahr im Januar gewählt wird, in die neue Legislaturperiode mitnehmen wird. Zur Wahl stehen acht Gruppierungen. Zum ersten Mal kandidieren die Demokraten, offensichtlich ein Ableger der FDP, der Kandidat sitzt jedenfalls für die FDP im Kreistag von Heinsberg.
Kritik an dem linken Bündnis übt naturgemäß der RCDS, der dem AStA Geldverschwendung für "fragwürdige Mitgliedschaften" und "verdeckte Finanzierungen" politischer Veranstaltungen vorwirft. Er fordert ein eigenes Referat "Studieren mit Kind".
Die Grünen heben den Runden Tisch für Wohnraum, die neu geschaffene Fahrradwerkstatt an der Poppelsdorfer Mensa und den Studi-Bus, den Studenten kostengünstig für Umzüge mieten können, hervor. Die Jusos machen sich in der Wahlzeitung unter anderem stark für einen Tarif für studentische Hilfskräfte. Die LUST schreibt sich den Ausbau der psychosozialen Beratung und das eigenständige kulturelle Angebot des AStA als Erfolg an. Die Piraten schufen und leiteten das IT-Referat. UBIG fordert etwa die Anerkennung von Leistungen, die man an anderen Unis im Ausland erbracht hat und mehr Sprachkurse. Die Re(h)-Partei bezeichnet sich als "unabhängig von parteipolitischen Zwängen", die Demokraten fordern unter anderem die Verbesserung von Auslandspraktika.
Eingeschriebene Studenten können vom 23. bis 26. Januar an 23 Urnen ihre Stimmen abgeben.
Artikel vom 17.01.2012