Bonner Molekulargenetikerin erhält Stipendium

BONN.  Die Molekulargenetikerin Dr. Britta Eiberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Anatomischen Institut der Uni Bonn, erhielt ein Graduierten-Stipendium der Novartis Stiftung für therapeutische Forschung. Es ist mit 8000 Euro dotiert und eine Auszeichnung speziell für jüngere Forscher.

Mit der Förderung werden die herausragenden Leistungen der Wissenschaftlerin gewürdigt, die als dreifache Mutter erfolgreich Beruf und Familie unter einen Hut bringt. Die Wissenschaftlerin erforscht seit fast fünf Jahren, wie das Protein "Mtss1" an der Ausbildung von Kleinhirntumoren bei Kindern beteiligt ist. "Das Protein spielt bei der Teilung und Reifung der Nervenzellen im Kleinhirn eine Rolle", erläutert Eiberger, die seit 2007 eine Forschergruppe am Anatomischen Institut leitet.

Normalerweise wird "Mtss1" von den Körnerzellen nicht mehr hergestellt, wenn das Kleinhirn ausgereift ist. "Wir haben Anhaltspunkte dafür gefunden, dass sich Tumore ausbilden können, wenn das Protein über dieses Stadium hinaus produziert wird", so Eiberger. Sie hofft aufgrund dieser Ergebnisse auf einen neuen therapeutischen Ansatz, mit dem sich Tumore eindämmen lassen.

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