Buchpräsentation

Bekenntnis zur "Bonner Schule"

BONN.  Die Vorlesungen des Historikers, Politiklehrers und Verfassungspolitikers Friedrich Christoph Dahlmann, der ab 1842 in Bonn lehrte, galten als die bestbesuchten der jungen Universität am Rhein. Kein Wunder, denn seine Themen über die englische und französische Revolution waren aktuell, und Dahlmann nahm damals eine wichtige, einflussreiche Rolle in der nationalen Bewegung des Jahres 1848 ein.
Buchpräsentation: (von links) Tilman Mayer, Thomas Becker, Karl Dietrich Bracher und Rektor Jürgen Fohrmann. Foto: Max Malsch

Der deutsche Verfassungstext wurde maßgeblich von ihm geschrieben. Es war sicherlich nicht nur diese Verknüpfung von Geschichte und Politik, was den noch jungen Professor Karl Dietrich Bracher dazu erwog, 1960 einen Festvortrag zum 100. Todestag Dahlmanns zu halten.

Sondern auch diese Überzeugung Dahlmanns, dass sich Politik nicht ohne Rückgriff auf die Geschichte begreifen lässt und "dass der Wissenschaftler - der Staatswissenschaftler, der Historiker - in der Pflicht steht, sich der gegenwärtigen Fragen anzunehmen und sich und seine Forschung in den Dienst des öffentlichen Lebens zu stellen", so Professor Tilman Mayer vom Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Uni Bonn in seinem Beitrag.

Mayer, Professor Wilhelm Bleek und Thomas Becker, Leiter des Archivs der Uni Bonn, haben das Buch "Friedrich Christoph Dahlmann - ein politischer Professor im 19. Jahrhundert" herausgebracht und es Bracher zum 90. Geburtstag gewidmet. Es ist ein Bekenntnis zu dieser "Bonner Schule", einen Brückenschlag zwischen Geschichte und Politik zu schlagen - eine Pflichtlektüre für jeden Bonner Politik-Studierenden.

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