Post will Steuerstreit beilegen

BONN.  Die Deutsche Post DHL will ein seit Jahren schwelendes Steuerproblem endlich beilegen. Dabei geht es um die Frage, für welche Produkte der Logistikkonzern von von der Mehrwertsteuer befreit ist und für welche nicht.

Nach einer Vorabmeldung des "Manager Magazins" lotet Konzernchef Frank Appel derzeit in vertraulichen Verhandlungen eine Einigung mit den nordrhein-westfälischen Finanzbehörden aus. Nach Auffassung des Fiskus hätte die Post schon seit längerem auf einen größeren Teil ihres Briefgeschäfts Mehrwertsteuer abführen müssen.

Die Post hingegen verweist auf ihre Mehrwertsteuerbefreiung, die erst Mitte 2010 beendet wurde. Eine konkrete Forderung habe die Finanzverwaltung nicht erhoben, maximal stehe laut "Manager Magazin aber eine Milliardensumme im Raum. Die Post selbst habe zeitweilig eine freiwillige Zahlung von 150 Millionen Euro erwogen.

Ein Post-Sprecher wollte am Mittwoch keine Zahlen nennen. "Konkret geht es darum, welche unserer Produkte mehrwertsteuerpflichtig sind und welche nicht", sagte er. Dazu klärten jetzt Juristen auf beiden Seiten die Sachverhalte. "Wir wollen an das sehr schwierige Thema möglichst schnell einen Haken machen."

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