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Kölner Projekt für Elektromobilität
Neuer Test für E-Autos
Von Ralf Arenz
KÖLN. In Köln soll mit einem weiteren Modellprojekt die Elektromobilität untersucht werden. Erprobt werden soll ab Mitte des Jahres die optimale Integration von E-Autos in urbane Mobilitätssysteme.
Bernhard Mattes (r.), Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH, steht in Köln vor einem Transporter mit Elektroantrieb des Autobauers. Foto: dpa
Die Stadt habe die Zusage der Förderung durch das Bundesverkehrsministerium, so ein Sprecher. Der Förderbescheid liege aber noch nicht vor. Doch dass der erteilt wird, sei sehr wahrscheinlich, heißt es im Konsortium.
Nachdem die Partner das Projekt in einem ersten Antrag skizziert hatten, wurden sie aufgefordert, einen kompletten Antrag zu stellen. Derartige zweite Anträge würden in der Regel genehmigt, hieß es. Außerdem sei außer "ColognE-mobil 2" kein anderes Projekt aus NRW in die zweite Runde gekommen.
Neben den batterie-elektrischen Transit Connect und Focus werden auch Ford C-Max mit Plug-in-Hybrid eingesetzt. Deren Batterie lässt sich über eine Steckdose aufladen, so dass sie länger nur mit Strom fahren können. Unter anderem der Taxi Ruf Köln setzt eines dieser Fahrzeuge ein, so Vorstand Alexander Tritschkow.
Er glaubt, dass ein Taxiunternehmer im besten Fall fast eine komplette Schicht elektrisch fahren könne. Angesichts hoher Spritpreise und möglicherweise schärferen Umweltauflagen wolle Taxi Ruf von Anfang an bei der Elektromobilität dabei sein.
Mit dabei ist auch der Flughafen Köln/Bonn. "Wir wollen zunächst einmal das Projekt fördern", sagte Flughafen-Sprecher Walter Römer. Außerdem wolle das Unternehmen testen, wo E-Autos am Flughafen eingesetzt werden könnten, und Fachwissen rund um die Elektromobilität aufbauen. Derzeit besitzt der Flughafen ein E-Auto, einen Mitsubishi iMEV. Seit November 2011 hat der Flughafen im Parkhaus 2 eine Elektrotankstelle eingerichtet, eine weitere ist angedacht.
Weitere Partner sind Kölner Verkehrsbetriebe und RVK, der Mietwagenbetreiber DB Rent und das Solarunternehmen Energiebau. Wie im ersten Projekt kümmert sich die Rheinenergie um Ladesäulen, die Universität Duisburg-Essen begleitet mit dem TÜV und weiteren Partnern das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 14,2 Millionen Euro wissenschaftlich.
2011 wurde die Elektromobilität in Köln bereits in einem ersten Projekt mit 25 batterie-elektrischen Fahrzeugen der Ford-Modelle Transit, Transit Connect und Focus getestet. Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen hatte dabei den möglichen Alltagseinsatz von Pkw untersucht und für machbar gehalten.
Er ging dabei von 33.000 E-Autos in Köln aus. Für sie gebe es genug Garagen mit Steckdosen oder Ladesäulen. 30 Kilometer fahre der Kölner im Schnitt pro Tag. Ein E-Auto schaffe selbst im Winter bei eingeschalteter Heizung 103 Kilometer.
Artikel vom 01.05.2012
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