Kommentar: Karten auf den Tisch | GA-Bonn

Kommentar

Karten auf den Tisch

Rund ein Jahr ist seit Bekanntwerden der drastischen Kürzungspläne für die Bonner Telekom-Zentrale vergangen. Für die rund 3.500 betroffenen Beschäftigten bedeutet das ein Jahr der Unsicherheit über ihre berufliche Zukunft.

Für den Konzern ist es ein Jahr, in dem die Motivation vieler Mitarbeiter verständlicherweise in Frage steht. Nicht nur deshalb sollte die Telekom bald zu einer Einigung mit den Arbeitnehmervertretern kommen und endlich die Karten auf den Tisch legen, wie die Bonner Zentrale künftig arbeiten wird.

Dass ein Umbau notwendig ist, steht außer Frage. Die Zen-trale der Telekom gilt seit Jahren als wenig effizienter Wasserkopf. Unklare Zuständigkeiten, Bürokratie und mangelnde Kommunikation haben die Arbeit dort offenbar deutlich behindert. Doch zu Recht wollen die Arbeitnehmervertreter nun vermeiden, dass sinnvolle Umbauten als Vorwand für überzogene Sparmaßnahmen auf Kosten der Beschäftigten dienen.

Die Telekom-Spitze unter René Obermann steht unter Druck. An einer überzeugenden Strategie für die Märkte der Zukunft wird derzeit fieberhaft gearbeitet. Bis diese gefunden ist, muss schnöder Sparzwang die Konzernzahlen aufpolieren.

Abo-Bestellung

Anzeigen

Anzeige

Leserfavoriten

Folgen Sie uns auf Google+