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Landtagswahl in der Region
Der Standort Bonn hat die Wahl
Von Julian Stech
Bonn. Die Landtagswahl steht vor der Tür. Welcher Kandidat bringt den Standort Bonn und die Region nach vorne? Wirtschaft, Finanzen, Verkehr, Energie, Bildung und die Entwicklung des Bonn-Berlin-Beschlusses sind für viele Bürger in der Region wichtige Themen, von denen ihre Wahlentscheidung abhängt.
Welcher Kandidat bringt Bonn und die Region nach vorne? Foto: Frommann
Auf einer Informationsveranstaltung in der Stadthalle Bad Godesberg stellen sich am kommenden Donnerstag, 26. April, um 18 Uhr sechs Landtagskandidaten aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis von SPD, CDU, Grünen, FDP, den Linken und der Piratenpartei den Fragen von Bürgern und Wirtschaftsvertretern.
Die Wirtschaft in der Region sieht für eine neue Landesregierung "großen Handlungsbedarf", sagt Wolfgang Grießl, Präsident der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg. Das Scheitern der alten Landesregierung an der Haushaltssanierung zeige, wie wichtig die Konsolidierung des Haushaltes und die bessere Finanzierung der Kommunen sei.
Die Wirtschaft erwartet von der neuen Landesregierung in der Bildungspolitik, die Beschlüsse zur neuen Schulpolitik auch umzusetzen. Das gilt auch für das sogenannte regionale Übergangsmanagement. "Leider haben wir immer noch zu viele Jugendliche, die keinen Schulabschluss haben oder aber darüber hinaus kein Interesse an einer dualen Ausbildung. Gerade die Dienstleistungsregion Bonn/Rhein-Sieg ist auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen, hier dürfen wir die Anforderungen nicht noch weiter nach unten schrauben", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Hubertus Hille.
Kritisch sieht die IHK Bonn/Rhein-Sieg die Unterfinanzierung von notwendigen Verkehrsinfrastrukturprojekten auf Landesebene. Grießl: "NRW ist Stauland Nummer eins. Rund 40 Prozent aller Staus auf den Straßen in Deutschland finden sich in NRW. Hier entstehen hohe Belastungen und Kosten für die Wirtschaft. Eine neue Landesregierung muss sich deshalb zusammen mit der Wirtschaft um eine Neuverteilung der Bundesmittel für den notwendigen Infrastrukturausbau bemühen. Für NRW als Verkehrsdrehscheibe und Logistikstandort Nummer eins fällt dabei bisher deutlich zu wenig ab."
Artikel vom 21.04.2012
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