Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Das erste selbst verdiente Geld: Ein wichtiger Schritt für junge Menschen, der mit wertvollen Erfahrungen verbunden ist. In einer Serie stellt der General-Anzeiger Führungskräfte aus der Region und ihre Jugendjobs vor. Heute erinnert sich der Bonner Eierlikör-Fabrikant William Verpoorten. Die Fragen stellte Christiane Ruoß.
General-Anzeiger: Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient? Wie alt waren Sie damals und wie lange haben Sie die Tätigkeit ausgeübt?
William Verpoorten: Mein erstes Geld habe ich mit 15 Jahren in unserem Familienunternehmen verdient. Bis zum Abitur habe ich regelmäßig in den Sommerschulferien zwei Arbeitswochen in den unterschiedlichsten Abteilungen der Technik (Frisch-Ei-Aufschlag, Eiweiß-Zwischenverarbeitung, Likörherstellung, Abfüllung/Flaschenetikettierung sowie Logistik) verbracht. Die 5 DM Stundenlohn waren höchst willkommen, um das Mofa beziehungsweise später die Vespa "bei Laune zu halten".
GA: Wie kam der Job damals zustande?
Verpoorten: Ja, wie das in einem Familienunternehmen halt so ist: Am Mittagstisch meinte mein Vater (sicherlich auch mit einem gewissen Hintergedanken): "Wenn Du willst, kannst Du Dir ja Dein Taschengeld bei uns aufbessern!" Auf mein erstes, selbst verdientes Geld war ich mächtig stolz!
GA: Was hat Ihre Ferientätigkeit sonst noch gebracht, beispielsweise besondere Erfahrungen, Fertigkeiten oder Erkenntnisse?
Verpoorten: Die hier im eigenen Haus gesammelten Erfahrungen möchte ich heute nicht missen. So habe ich doch relativ früh schon ein Gefühl für das elterliche Unternehmen und seine Mitarbeiter bekommen. Der spätere Eintritt in die eigene Firma war damit in gewisser Weise vorgezeichnet.
Artikel vom 27.08.2011