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Das erste selbst verdiente Geld: Ein wichtiger Schritt für junge Menschen, der mit wertvollen Erfahrungen verbunden ist. In einer Serie stellt der General-Anzeiger Führungskräfte aus der Region und ihre Jugendjobs vor. Heute erinnert sich Jürgen Pütz, Vorstandssprecher der Volksbank Bonn Rhein-Sieg. Die Fragen stellte Christiane Ruoß.
General-Anzeiger: Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient? Wie alt waren Sie damals?
Jürgen Pütz: Mein erstes Geld habe ich mit Zeitungen austragen verdient. Das war damals in Lohmar-Donrath. Ich trug einmal pro Woche das "Extrablatt" aus, ein Anzeigenblatt, das dort heute noch gelesen wird. Ich hatte den Job von meinem Bruder übernommen.
GA: Wie lange haben Sie die Tätigkeit ausgeübt und wie viel haben Sie dabei verdient?
Pütz: Damals war ich 12 Jahre alt, habe 26 DM pro Monat verdient und habe nach meiner Erinnerung auch drei bis vier Jahre durchgehalten. Dann gab es am 1. August 1984 eine wahre Explosion, meine monatlichen Bezüge betreffend, das war nämlich der Beginn meiner Ausbildung bei der Volksbank Bonn (heute Volksbank Bonn Rhein-Sieg). Mein erstes Azubi-Gehalt belief sich nämlich damals auf 765 DM im Monat.
GA: Wie kamen der Job und der Kontakt zustande?
Pütz: Dass ich zur Bank kam, war mehr ein Zufall: Es gab einen Tipp aus der weiteren Verwandtschaft, und meine Eltern sagten mir, dass ich eine Banklehre anstreben solle, denn eine Bank sei solide und ein guter Arbeitgeber. "Studieren kannst Du später immer noch!", lautete der zukunftsweisende Satz der Eltern, der so oder ähnlich sicher in vielen Familien ausgesprochen wurde und wird.
GA: Wie ging es weiter?
Pütz: Beworben hatte ich mich bei mehreren Kreditinstituten, aber von der damaligen VR-Bank Bonn mit Sitz in Beuel-Küdinghoven erhielt ich die erste Zusage. Sie war einfach die schnellste Bank. Angefangen habe ich dann am 1. August 1984, da hatte die VR-Bank bereits mit der Volksbank Bonn fusioniert.
GA: Was hat der Job sonst noch gebracht, wenn Sie an besondere Erfahrungen, Fertigkeiten, Erkenntnisse oder schöne Erlebnisse denken?
Pütz: Beeindruckt hat mich ganz zu Beginn das fast familiäre Klima im Rahmen der Vorstellungsphase. Das hat sich später während der Ausbildung bestätigt. Da wurden zum Beispiel in fast jeder Mittagspause Tischtennis gespielt und nach Feierabend und am Wochenende private Aktivitäten organisiert.
Artikel vom 13.08.2011