Das GA-Torfieber grassiert wieder
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Bonn. Das erste selbst verdiente Geld: Ein wichtiger Schritt für junge Menschen, der mit wertvollen Erfahrungen verbunden ist. In einer Serie stellt der General-Anzeiger Führungskräfte aus der Region und ihre Jugendjobs vor. Heute erinnert sich Artur Grzesiek, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse KölnBonn. Die Fragen stellte Christiane Ruoß.
General-Anzeiger: Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient? Wie alt waren Sie damals, wie lange haben Sie die Tätigkeit ausgeübt und wie viel haben Sie dabei verdient?
Artur Grzesiek: Mein erstes selbst verdientes Geld war die Ausbildungsvergütung, 180 DM pro Monat, bei der Sparkasse Castrop-Rauxel, meiner Geburtsstadt, wo ich "Bankkaufmann" gelernt habe. Damals war ich 16 Jahre alt. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie spannend die erste Zeit war - und wie aufregend, zum ersten Mal tatsächlich einem Kunden gegenüber zu stehen. Und auch wenn sich meine heutige Tätigkeit schon von der des Azubis damals unterscheidet, bin ich doch immer noch, mittlerweile mehr als 40 Jahre, "Sparkässler" - und das mit Freude.GA: Wie kam der Kontakt damals zustande?
Grzesiek: Mein Vater riet mir damals, einen "seriösen" Beruf zu erlernen, eben zum Beispiel bei der Sparkasse. Diesem Rat bin ich gefolgt, und ich habe es bisher noch nicht bereut.
GA: Was hat der Job sonst noch gebracht, zum Beispiel besondere Erfahrungen, Fertigkeiten, Erkenntnisse oder schöne Erlebnisse?
Grzesiek: Zum einen war der "Job" natürlich die Grundlage für meinen Beruf, für die Laufbahn bis zum Vorstandsvorsitzenden und damit für alle meine beruflichen Erfahrungen, Erkenntnisse und Erlebnisse. Aber auch für mein privates Glück, denn als Azubi habe ich meine Frau kennengelernt, die ein Jahr später mit der Ausbildung angefangen hat. Der erste Job war also damit nicht nur für mein erstes selbst verdientes Geld, sondern auch für mein berufliches Fortkommen und mein privates Glück entscheidend. Was kann man mehr erwarten?
Artikel vom 20.08.2011